... aber leider nicht bei uns, sondern in Amerika

Traumstart in den Winter

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Traumstart in den Winter ... aber leider nicht bei uns, sondern in Amerika

Das Leben kann so ungerecht sein! Während Hoteliers und Liftbetreiber in den Alpen in diesen Tagen um jeden weißen Krümel dankbar sind, den sie den Schneekanonen mühsam abringen, bedient Frau Holle die Wintersportgebiete in den USA und Kanada mit Massen von Champagne-Powder.

Aspen und Whistler, 28. November 2011

Skireise nach Kanada mit Rosi Mittermaier: Als ob wir’s geahnt hätten: Auch in dieser Saison organisieren tz und Münchner Merkur zusammen mit Hagen Alpintours eine Skireise in das kanadische Whistler. Begleitet wird sie von den beiden Skistars Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Termin: 25. März bis 3. April. Preis: 1999 Euro pro Person inklusive Linienflügen, Ü/F im Fünf-Sterne-Hotel, Skipass und Skiguiding. Info/Buchung unter Tel. 08366/988893, www.pulver-schnee.de

Es sei der beste Saisonstart seit 15 Jahren, melden die Skigebiete in den USA und Kanada. In den amerikanischen Bundesstaaten Colorado, Utah und Wyoming haben viele Lifte in den zum Teil weit über 2000 Meter hoch gelegenen Wintersportorten früher als geplant geöffnet. In Park City/Utah liegen bereits mehr als 60 Zentimeter Schnee, Vail und Aspen in Colorado melden über einen halben Meter Neuschnee. Auch in Kanada hat der Skiwinter fulminant Einzug gehalten. In Lake Louise in der Provinz Alberta liegen bereits 66 Zentimeter Schnee auf den Pisten. In Whistler an der Westküste (Provinz British Columbia) sind auf eine ohnehin schon dicke Schneedecke von über einem Meter Mitte der Woche allein an einem Tag noch einmal 27 Zentimeter Neuschnee gefallen. „Die neue Saison beginnt, wie die vorherige endete: Mit Neuschnee, fast täglich“, freuen sich die Ski-Reiseveranstalter. Sollten sie zu anderen Zeiten jemals Probleme gehabt haben, ihre Alpen-affinen Kunden von einer Skireise in die USA und nach Kanada zu überzeugen – in diesem Jahr spricht der Wetterbericht für sich. Champagne-Powder, der typische, federleichte Schnee, für den die sehr hoch gelegenen kanadischen und amerikanischen Skigebiete berühmt sind – es gibt ihn in Massen!

Wann kommt der Schnee, Frau Percht?

Hat ein Gespür für Schnee: Kräuterbäuerin Christiane Percht

An und für sich ist ihre Prognose zuverlässiger als der Wetterbericht. Wer in der Steiermark wissen will, wann der Winter kommt, fragt Christiane Percht, die Kräuterbäuerin aus Gröbming. Auch in diesem Jahr waren die Anzeichen eindeutig. Die Ameisen hatten so spitze Hügel gebaut wie schon lange nicht mehr, die Erdwespen sich so tief eingegraben wie selten, die Murmeltiere waren abgetaucht, die Störche abgereist und der Hofkater Franzl läuft schon seit Herbst mit einem Fell rum wie ein kleiner Eisbär. Alles klar: „Um den 20. November rum schneit es“, da war sich Christiane Percht sicher. Und lag zum ersten Mal in ihrem 55-jährigen Leben sauber daneben. Was passiert war kann sie selber nur vermuten.

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Die steirische Wetterfee sagt: „Dadurch, dass der Golfstrom nicht mehr bis hinauf nach Grönland geht, hat sich die ganze Wettergeschichte in den Süden verschoben. Statt Schnee satt in der Steiermark gab es zu ihrem prognostizierten Datum sintflutartige Regenfälle im Süden, in Ligurien, später dann auf Sizilien. Jetzt sagt Frau Percht, dass es wohl so werden wird wie vor neun Jahren: Sehr kalt (das signalisieren ihr die Tiere mit ihrem Verhalten), aber niederschlagsarm.

„An Weihnachten sind damals ein paar Flocken gefallen, der richtige Schnee aber kam erst Anfang Januar.“ „Gesund ist dieses Wetter nicht“, meint die Kräuterbäuerin. „Dass jetzt die Gänseblümchen blühen, ist für niemanden gut.“

Ihr Rat: Möglichst viel Gemüse essen, vor allem heimische Produkte wie Kraut und Rüben. „Und viel an die frische Luft gehen“, auch wenn der schöne Schnee noch eine Zeitlang auf sich warten lässt.

Christine Hinkofer

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