Versäumte Hotelnächte

Reiseverzögerung durch "Xaver": Wer zahlt was?

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Durch Orkan "Xaver" kommen viele Reisende zu spät im Urlaubsort an.

Potsdam - Reisenden macht derzeit Orkantief "Xaver" das Leben schwer: Fähren wurden gestrichen, einige Flugzeuge bleiben am Boden. Doch wer muss welche Kosten übernehmen, wenn Urlauber zu spät am Urlaubsort ankommen?

Erreichen Reisende ihr Hotel wegen eines Unwetters später als geplant, müssen sie die versäumte Nacht nicht bezahlen. Denn ein Unwetter wie der Orkan „Xaver“, der Donnerstag und Freitag im Norden Deutschlands wütet, sei höhere Gewalt, erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Steht jetzt zum Beispiel ein Urlaub auf Sylt bevor, aber man kommt da gar nicht erst hin, muss man auch nicht zahlen.“ Eine Stornierungsgebühr falle nicht an. Der Gast zahle einfach nur die Nächte, die er auch tatsächlich im gebuchten Hotel oder Ferienhaus verbringt.

Etwas anders ist die Lage, wenn der Urlauber seinen Aufenthalt verlängern muss, weil er wegen des Orkans zum Beispiel von einer Nordseeinsel einfach nicht mehr zurück ans Festland kommt. Für jede zusätzliche Nacht müsse er selbst aufkommen. „Auf den Kosten bleibe ich dann sitzen“, sagt Fischer-Volk. Es könne aber nie schaden, mit dem Hotelier oder Vermieter zu verhandeln. „Man sollte einfach fragen, ob er einem entgegenkommen kann. Ein Recht darauf hat man aber nicht. Er kann schließlich auch nichts dafür.“

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dpa

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