Inzidenz über 300

Mallorca verschärft Corona-Regeln wegen steigender Zahlen: Hohe Bußgelder drohen

Mallorca reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen und verschärft die Regeln. Bei Verstoß drohen immens hohe Bußgelder. Es trifft wohl besondere jüngere Menschen.

Hamm - Auf Mallorca schnellen die Corona-Zahlen in die Höhe. Daher will die vor allem bei den Deutschen beliebte Urlaubsinsel reagieren - und war mit schärferen Regeln, um den Anstieg der Inzidenz zu bremsen. (News zum Coronavirus)

InselMallorca
Fläche3.640 km²
Höhe1.445 m
Bevölkerung923.608 (2019)

Mallorca verschärft Corona-Regeln wegen steigender Inzidenz: Hohe Bußgelder drohen

Die angedachten Maßnahmen dürften aber nicht alle Urlauber bis ins Mark treffen. Es geht dabei in erster Linie um eine Zielgruppe. Denn um Partys und Trinkgelage vor allem junger Menschen unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die Mallorca Zeitung am Montagabend berichtete. 

Und die Politik macht ernst. Wer sich nicht an diese Corona-Regeln hält, soll mächtig zahlen. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Verstößt ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne, soll sich das Bußgeld sogar auf satte 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer gar positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro.

Die neuen Corona-Regeln treffen ebenso Betreiber von Gaststätten. Sie müssen künftig um 1 statt um 2 Uhr schließen. Hinzu kommt eine Personenbegrenzung: Im Innenbereich von Restaurants und Gaststätten dürfen dann maximal noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht.

Mallorca verschärft Corona-Regeln: Kontaktbeschränkungen für private Treffen in der Nacht

Kontaktbeschränkungen gibt es auch für private Treffen: Der Zeitung zufolge dürfen sich von 1 bis 6 Uhr nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt wohnen. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Finca-Gäste sollen bei dieser Regelung als ein Haushalt gelten.

Eine Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht im Freien werde es vorerst nicht geben. Die Regionalregierung verzichte nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften darauf, wie die Zeitung berichtete. Es wird jedoch dringend empfohlen, auf freiwilliger Basis einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Gelingt es nicht, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Personen einzuhalten, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht - in allen öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen sowieso.

Corona auf Mallorca: Inzidenz über 300

Auch wenn die Corona-Zahlen in ganz Spanien zuletzt stets gestiegen sind, hatte die deutsche Regierung das Land noch nicht wieder als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft. Auf den Balearen, zu denen außer Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, stieg die Inzidenz nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums auf 310,2 (Stand: Montag, 19. Juli). In gesamt Spanien lag dieser Wert bei rund 324. Zum Vergleich: In Deutschland lag die bundesweite Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Dienstag bei 10,9.

Seitens der deutschen Bundesregierung ist Spanien weiterhin „nur“ als Risikogebiet eingestuft. Für ihren Urlaub auf Mallorca oder anderen Regionen des Landes sind Reisende verpflichtet, ein negatives Test-Ergebnis (maximal 48 Stunden alt) oder den Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung beziehungsweise Genesung mitzuführen.

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare