Stars in Weiß

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Junge Wilde: In Piber wachsen die Stars der Spanischen Hofreitschule in Wien auf.

Um ihre Fangemeinde müssen sich die jungen Wilden von Piber wahrlich keine Gedanken machen. Schließlich kommen aus ihren Reihen die ganz großen Stars, die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule in Wien.

Ab kommenden Dienstag ist das Gestüt in der Weststeiermark Schauplatz einer neuen 13-teiligen ARD-Fernsehserie.

Mehr als 200 Jahre alt ist die Geschichte des berühmten Reiterhofs. Erst ein Kloster, dann ein Schloss ist Piber seit 1798 ein Gestüt. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Zucht der weltbekannten Lipizzaner, der ältesten Kulturpferderasse Europas, von Lipizza im heutigen Slowenien hierher verlegt.

21 Hengste und zehn Stuten wurden heuer in Piber geboren.

Keine Sorge, es ist keine optische Täuschung, wenn Sie jetzt im Frühsommer lauter tiefbraune Fohlen über die Weiden von Piber galoppieren sehen. Das gepunktete Weiß, für das die Stars der Spanischen Hofreitschule berühmt sind, nehmen die Pferde erst später an, und das auch nicht in jedem Fall. „Manche Tiere behalten ihr braunes Fell ein Leben lang“, erklärt ein Pferdepfleger. Was kein Makel ist, sondern quasi eine Auszeichnung der Natur. Ein Brauner muss auch in der Hofreitschule in Wien immer dabeisein, als Maskottchen.

Piber: Wo die Pferde zu Hause sind

21 Hengste und zehn Stuten wurden heuer in Piber geboren. Ihr erstes Lebensjahr verbringen sie im Gestüt, zur Freude der Besucher, die ihnen beim Toben auf den sattgrünen Wiesen im Fohlenkindergarten zuschauen können. Kutschfahrten werden angeboten, es gibt eine Schauschmiede, einen Abenteuerbereich mit Kino und einen Begegnungsbereich zwischen Mensch und Pferd. Die ein- bis dreijährigen Jungpferde verbringen den Sommer bis September auf den umliegenden Almen, die Hengste auf der Stub- und die Stuten auf der Brentlalm. Es ist eine unbeschwerte Jugend, die große Freiheit, bevor für einige von ihnen der Ernst des Lebens beginnt. Im Alter von dreieinhalb Jahren wechseln ausgewählte Hengste zur weiteren Dressurausbildung in die Spanische Hofreitschule in Wien.

Eva Herzig spielt Dr. Katharina Lenz

Aber Piber ist nicht nur ein Paradies für Pferde. „Das Glück dieser Erde“ heißt die neue 13-teilige Serie, die am kommenden Dienstag in der ARD startet (20.15 Uhr). Eva Herzig spielt darin die Unternehmensberaterin Katharina Lenz, die Karriere und Beziehung aufgibt, um nach dem Tod des Vaters die Leitung des heimatlichen Gestüts zu übernehmen. An ihrer Seite spielen berühmte Kollegen wie Christoph von Friedl, Franz Buchrieser und Florian Fitz. Die wahren Stars dieser neuen Serie aber sind die jungen Wilden von Piber, die Lipizzaner.

ch

REISE-INFOS ZU PIBER

REISEZIEL Das Gestüt Piber, Heimat der berühmten Lipizzanerhengste der spanischen Hofreitschule in Wien, liegt rund 35 Kilometer westlich von Graz in der Steiermark. Auf dem Gestüt mit einem Areal von 555 Hektar leben 230 Pferde.

REISEZEIT Der Sommer, wenn die Fohlen geboren werden, ist Hochsaison in Piber. Pro Jahr hat das Gestüt rund 60.000 Besucher.

ÖFFNUNGSZEITEN Während der Sommersaison bis 31. Oktober täglich (auch feiertags) von 9.30 bis 17 Uhr. Kein Zutritt zu den Stallungen von 12 bis 13 Uhr (Mittagsruhe). Führungen jeweils zur vollen Stunde ab 10 Uhr.

EINTRITTSPREISE Erwachsene 12 Euro, Kinder bis drei Jahre frei, bis 18 Jahre 7,50 Euro. Kutschfahrten kosten drei Euro Aufpreis pro Person.

PAUSCHALE Eine Urlaubswoche im Sportgasthof Lipp in Gaberl bei Piber mit Halbpension, Eintrittskarte für das Gestüt und einer geführten Wanderung zur Lipizzanerweide kann bis 26. Oktober ab 320 Euro pro Person gebucht werden. Kinder bis drei Jahre sind frei, bis zehn Jahre bekommen sie 50 Prozent Ermäßigung. Tel. 00 43/31 47/243.

PIBER IM TV „Das Glück dieser Erde“ kommt ab 21. Juni jeden Dienstag um 20.15 Uhr in der ARD. 13 Folgen.

WEITERE INFOS Unter Tel. 0043/3144/3323, www.piber.com. Fremdenverkehrsamt Steiermark: www.steiermark. com, Tel. 00 43/316/400 30.

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