Komm mit ins Abenteuerland

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Hier kannst du was erleben: Menschen, Tiere und Sensationen im Pöllatal am Fuß des Katschbergs.

Ihr Abenteuerland lag gerade mal drei Autostunden von München entfernt. In der Ferienregion Katschberg-Rennweg fand Reporterin Astrid Kistner alles, was es für den Urlaub mit Kindern braucht: Tiere, Spiele, Spannung und viel Natur.

Sonntagvormittag im Pöllatal

„Wenn ich will, dann will ich - und wenn ich nicht will, dann will ich nicht.“ Julius’ aktueller Lieblingssatz. Vielleicht weil er aus Sicht eines knapp Vierjährigen auf so ziemlich jede Alltagssituation passt und Mama und Papa diesen herrlich hilflosen Ausdruck ins Gesicht zaubert.

Im Moment will Julius. Wandern, auch wenn der Weg sich noch sechs lange Kilometer vor seinen kurzen Beinen einen Bach entlangschlängelt. Schließlich lockt die Strecke mit imposanten Ameisenhaufen, glitschigen Kaulquappen, grünen Weiden, auf denen Pferde und Kühe friedlich grasen, und jeder Menge wackeliger Brücken.

Das Pöllatal auf dem österreichischen Katschberg ist ein Dorado für kleine Abenteurer. Ein Naturschutzgebiet, dessen Postkartenidylle auch ausgewachsene Wanderer in Begeisterung versetzt. Noch größer aber ist die Euphorie großer und kleiner Jungs bei der Aussicht auf die Erfüllung ihres Traums: endlich mal einen Fisch zu fangen!

Also läuft, springt und klettert Julius, der sonst schon auf den 500 Metern zum Münchner Kindergarten schlapp macht, munter zum Forellenteich, der am Ende der Wegstrecke wartet. Er gehört zur urigen Kochlöffelhütte, die den Fang auf Wunsch frisch vom Grill serviert.

Eingefleischte Angler mögen die romantische Wasserstelle spöttisch als „Forellen-Puff“ bezeichnen (schließlich gibt’s hier für jeden eine), für den unbedarften Nachwuchs und seine noch unbedarfteren Eltern ist es schlicht das Paradies. Eine Weidenrute, ausgestattet mit Angelschnur, -haken, einem Stückchen Blei und Käse als Köder - und schon kann das Abenteuer beginnen. Im Teich scheint es vor Beute nur so zu wimmeln. Nach nur zwei Minuten knabbert die erste Forelle geschickt den Köder von der Angel, die Julius vor Schreck sausen lässt.

Zweiter Versuch mit ein paar Körnern Dosenmais. Zack - beißt ein Fisch an und wird unter tatkräftiger Mithilfe des Teichwarts an Land gezogen. Ein beherzter Schlag aufs Genick (nein, das will Julius nun ganz und gar nicht machen) und das Mittagessen ist gesichert.

Herrlich, wie das duftet: Forelle frisch gegrillt mit Kräuterbutter, Zitrone und dazu Kartoffeln. Voller Anglerstolz wird vor der sonnigen Kochlöffelhütte geschlemmt. Umgeben von hohen Bäumen tummeln sich hier Hasen und kleine Ziegen. Und als wäre das Glück nicht schon perfekt, wartet auch noch eine Tschu-Tschu-Bahn darauf, müde Wanderer durch das autofreie Naturgebiet zurück zum Parkplatz zu bringen.

Der Katschberg ist ein Familienberg. Wenn er ruft, dürfen die Kleinen ungeniert zurückschreien. Denn für Kids ist nicht nur im Winter jede Menge geboten. Außerhalb der Skisaison gibt es auf 1600 Metern Höhe neben unzähligen Wanderwegen auch kindertaugliche Mountainbiketouren, Ponytrails, Klettergärten und Erlebnisspielplätze. Ältere Geschwister können sich die nötige Portion Adrenalin beim Canyoning und Rafting abholen.

Im Falkensteiner Club Funimation hat man sich auf die Bedürfnisse der Familie spezialisiert: mit einer ziemlich klugen Architektur, die einem trotz zahlreicher kleiner Gäste Ruhe und einen Rückzugsort gewährt; mit einer 1000 Quadratmeter großen Kinderwelt, in der ausgiebig getobt, geklettert und geplantscht werden kann, während sich die Eltern in der angrenzenden 2000 Quadratmeter großen Wellness- und Wasseroase erholen. Keine überdrehten Kinderanimateure in Disneykostümen, keine kreischbunten Geschmacklosigkeiten in den großzügig gestalteten Zimmern - der befürchtete Wahnsinn bleibt aus.

Was auch dem Nachwuchs ganz gut tut. Alles können - nichts müssen, lautet die Devise. Und Julius kann und will im Hotel vor allem eines: plantschen und rutschen. Danach mit letzter Kraft essen und dann ab in die Schlafkoje. Schließlich warten am nächsten Tag schon wieder neue Abenteuer - und die schönsten hält ohnehin die Natur parat.

DIE REISE-INFOS

REISEZIEL - Die Ferienregion Katschberg-Rennweg (1600 bis 2200 Meter) zählt zu den ältesten Berglandschaften Österreichs. Sie liegt am Tauernhauptkamm zwischen Salzburg und Kärnten und bietet besonders Familien ein attraktives Urlaubsprogramm.

ANREISE - Von München erreicht man den Katschberg über die A8 Richtung Salzburg und A10 Tauernautobahn nach nur 250 Kilometern (knapp drei Stunden Autofahrt).

REISEZEIT - Bislang galt die Region Katschberg-Rennweg vor allem als beliebtes Wintersportziel, aber auch in der Zeit von Frühsommer bis Herbst bietet sich der Berg als abwechslungsreiche Urlaubsdestination an.

REISETYP - Vor allem unternehmungslustige Familien mit Kindern zwischen 3 und 15 Jahren kommen hier auf ihre Kosten. Zum Gratis-Wochenprogramm der Region zählen geführte Wanderungen aller Schwierigkeitsgrade, Schnupperbiken, Klettern, Bogenschießen, Schnupperreiten und ein Skater-Funpark. Gegen Gebühr gibt es Canyoning, Rafting, Segway-Fahren, Wanderreiten und vieles mehr.

WOHNEN - Der Falkensteiner Club Funimation Katschberg ist ein Vier-Sterne-Hotel, das die Urlaubskosten dank zahlreicher Inklusive-Leistungen überschaubar hält. Das Familienzimmer (für zwei Erwachsene und zwei Kinder) mit getrennten Schlafbereichen und Balkon gibt’s ab 70 Euro pro Person und Nacht inkl. Frühstück, Mittagsjause, Abendessen, kostenlosen Softdrinks, Bier und Hauswein. Kinder bis 7 Jahre sind bei zwei Vollzahlern kostenfrei. Reservierung unter Tel. 0043/1/6054020, www.falkensteiner.com.

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