Ski Exoten - ungewöhliche Wintersportorte 

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Exotisch wedeln: Skifahren am anderen Ende der Welt ist im australischen Mount Buller Ski Resort möglich – die Saison beginnt im Juni.

Während in unseren Breiten die Wintersaison zu Ende geht,  warten die Skifans am anderen Ende der Welt auf den ersten Schnee. Australien oder Israel - die ungewöhnlichsten Skigebiete der Welt 

Wer in der kommenden Saison einmal ein ganz anderes Skigebiet ausprobieren will oder wer immer noch nicht genug von der weißen Pracht hat, der findet rund um den Erdball auch ganz ausgefallene Orte, an denen Wintersport möglich ist. Wir haben einige dieser ziemlich exotischen Ziele herausgesucht.

AUSTRALIEN

Das Mount Buller Ski Resort im Bundsstaat Victoria, rund drei Autostunden von Melbourne entfernt, kann mit einem 1790-Meter- Gipfel nicht gerade mit Höhenmetern protzen, dafür aber mit Größe: Auf über 300 Hektar Fläche können sich Skifahrer und Snowboarder auf rund 100 Kilometern Piste austoben, 25 Lifte befördern sie wieder bergauf. Die Skisaison beginnt stets am Geburtstag der englischen Queen (6. Juni) und dauert bis Ende September/Anfang Oktober, der Tagesskipass kostet ab 99 AUD (rund 66 Euro). Tel. 00 61/357 77/60 77, www.mtbuller.com.au

SÜDAFRIKA

Einfache Abfahrten - der Wintersport steckt im Süden Afrikas noch in den Kinderschuhen.

Wenn bei uns der Winter geht, fällt auf der Südhalbkugel langsam der erste Schnee. Ab Ende Mai können Wintersportler die weiße Pracht im Skigebiet Tiffindell genießen. Das Resort, das rund 250 Kilometer westlich von Durban an der Grenze zu Lesotho in einer Höhe von 2720 Metern liegt, hat auf einer Fläche von etwa sechs Hektar fünf Lifte und zwei Kilometer Pisten – zu 95 Prozent leicht und mittelschwer. Schneemangel ist dort übrigens kein Thema: Letztes Jahr fielen insgesamt sieben Meter Schnee. Tel. 00 27/45/974 90 04, www.ski.co.za

MAROKKO

Ideal für Urlauber, die sich nicht zwischen Winterund Strandurlaub entscheiden können: Das Oukaimeden Skigebiet in Marokko ist 60 Kilometer von Marrakesch und eineinhalb Stunden vom Strand entfernt. Der Gipfel im Atlasgebirge, der normalerweise von Januar bis März mit Schnee bedeckt ist, liegt in 3268 Metern Höhe. Das Resort hat 20 Pisten und sieben Lifte, der Ski-Pass kostet nur zehn Euro. Tel. 00 212/220 37 98, http://looklex.com/ morocco/oukaimeden. htm

CHINA

Eine Kombination von Großstadt und Wintersport ist auch in China möglich: Das Skigebiet von Badaling ist vom Zentrum der chinesischen Hauptstadt nur rund 70 Kilometer entfernt. Es hat zwar nur sechs Pisten mit fünf Kilometern Länge und drei Lifte, der Tagesskipass kostet an Wochentagen trotzdem stolze 220 Yuan (rund 23 Euro). http://china.citw2008. com/html/2006/1110/ 1414.shtml

HAWAII 

Hawaii: Skifahren im Tropenparadies - den feinen trockenen Schnee auf den Flanken des Mauna Kea nennen die Hawaiianer Ananas-Puder.

Dieser Berg ist nur etwas für die ganz Harten. Auf dem 4205 Meter hohen Vulkan Mauna Kea auf der Hauptinsel des Pazifik- Atolls sind die Wetterbedingungen sehr wechselhaft, weswegen Abfahrten kaum planbar sind. Zudem gibt es keinen Lift, dafür aber einen Schotterweg, auf dem ein Allradfahrzeug die Skifahrer nach oben bringt und unten wieder aufsammelt. Zwei bis drei Abfahrten sind so pro Tag möglich, und wer nicht aufpasst, ruiniert seine Ski am Lavagestein. www.hawaiisnowskiclub. com

INDIEN

Zwar bildet der Himalaya im Norden und Nordosten des Landes eine natürliche Grenze mit jeder Menge hoher und höchster Berge, trotzdem bietet das Land Wintersportlern nur wenige Möglichkeiten. Mit gerade mal drei Kilometern Pistenlänge darf sich Auli im Distrikt Uttaranchal im Bundesstaat Uttar Pradesh als Ski-Hauptstadt Indiens bezeichnen. Immerhin: Die Geräte zum Präparieren der Piste wurden aus Deutschland importiert. Tel. 00 91/13 52 84 31 97, www.indialine.com/travel/ uttaranchal/auli/ auli-skiing-resort.html

GRÖNLAND

Apussuit bezeichnet sich mit 250 Quadratkilometern selbstbewusst als das größte Skiresort Grönlands – der Superlativ ist kein Problem, denn es ist das einzige auf der ganzen Insel. Skifahrer und Snowboarder sind von den 300 Metern Abfahrtshöhe vermutlich nicht besonders beeindruckt, dafür schätzen Langläufer das für ihren Sport perfekte Gletscherplateau – hier trainiert beispielsweise das norwegische Langlaufteam regelmäßig. Tel. 002 99/81 38 59, www.come2maniitsoq. com

ISRAEL

Im israelischen Skigebiet am Mount Hermon erhalten „würdige Freunde des Skigebietes“, die über 70 Jahre alt sind, einen Gratis-Saisonskipass.

Vor 40 Jahren wurde am Mount Hermon die erste Seilbahn gebaut, seither erfreut sich das Gebiet steigender Beliebtheit und es kommen pro Winter rund 300 000 Besucher in das Resort auf den Golanhöhen, das nahe der Grenze zu Syrien und dem Libanon liegt. Inzwischen wurde das einzige Skigebiet im Staat Israel kräftig ausgebaut und verfügt nun über elf Lifte und rund 72 Kilometer Pisten. Der Tagesskipass kostet umgerechnet rund 45 Euro. Tel. 009 72/698 13 37, www.skihermon.co.il

V. Pfau

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