Umfrage: Frauen in Arbeitswelt benachteiligt

Düsseldorf - Frauen sind im Arbeitsleben gegenüber Männern weiterhin stark benachteiligt - und das nicht nur beim Einkommen. Auch bei den Aufstiegschancen sieht es schlecht aus.

 Nach den Ergebnissen des neuesten Frauenlohnspiegels liegt der monatliche Bruttoverdienst von Frauen im Schnitt rund 21 Prozent unter dem der Männer. Ferner sind ihre Aufstiegschancen schlechter und sie haben auch bei Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld gegenüber Männern das Nachsehen, teilte das WSI-Tarifarchiv in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Die wichtigsten Gründe für den Einkommensabstand sieht das WSI darin, dass Frauen vielfach in Wirtschaftszweigen mit schlechter Bezahlung und in Teilzeit arbeiteten. Außerdem seien sie in Leitungs- und Führungspositionen oft unterrepräsentiert. “Zum Teil werden Frauen schlechter bezahlt, weil sie Frauen sind“, resümierte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck, die Ergebnisse.

Der Frauenlohnspiegel, der vom WSI-Tarifarchiv betreut wird, basiert auf Angaben von 22 000 Frauen und Männern in einer Online-Umfrage. Er bietet einen Lohn- und Gehaltscheck zu rund 300 Berufen. Die Daten seien zwar nicht repräsentativ, stellten aber eine zuverlässige Orientierungsgröße dar, betonte das WSI.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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