Gigafactory Berlin-Brandenburg

Tesla: Daimler-Ingenieure berichten über Bewerbung in Grünheide – eine Frage ist „ungeheuer wichtig“

Zwei Daimler-Ingenieure haben einen der begehrten Jobs in der neuen Tesla Gigafactory in Grünheide ergattert. Bei ihrer Bewerbung stand vor allem eine Frage im Mittelpunkt.

Bewerber aus ganz Deutschland reißen sich um einen Job beim E-Auto-Hersteller Tesla. Obwohl dessen Chef Elon Musk, der sich gerade erst einen neuen Jobtitel verliehen hat*, in den USA nicht gerade als fairer Arbeitgeber bekannt ist, treibt es dennoch viele Deutsche zum US-Konzern nach Brandenburg. Doch wie läuft der Bewerbungsprozess ab? Und wie schafft man es, einen Arbeitsvertrag bei Tesla zu ergattern?

So läuft der Bewerbungsprozess ab

Zwei ehemalige Daimler-Ingenieure berichten im Magazin BusinessInsider von vier bis sechs Vorstellungsgesprächen, die jeweils 30 Minuten dauern sollen. Zu Beginn stellen sich die Bewerber in fünf Minuten selbst vor, danach werden Fragen des Interviewpartners beantwortet.

Dabei tauche eine Frage immer wieder auf, zu einem Thema, das Tesla anscheinend besonders wichtig ist: „Die schauen in dem Gespräch, ob der Bewerber vom Mindset her zu Tesla passt. Die Dame hat mich weder nach akademischen Leistungen, noch Graden gefragt. Sie wollte wissen, warum ich eigentlich zu Tesla will. Denen ist die Identifikation mit der Marke und der Mission ungeheuer wichtig“, berichtet einer der Ingenieure, der lieber anonym bleiben will. Und auch eine zweite Frage komme bei allen Interviews immer wieder vor: Auf welche berufliche Leistung oder Projekt der Bewerber besonders stolz sei – und weshalb.

Die Jobinterviews werden dem Bericht nach von Mitarbeitern unterschiedlicher Positionen geführt: Vom Abteilungsmitarbeiter, über einen US-Manager bis hin zum HR-Mitarbeiter aus Grünheide.

Lesen Sie auch: Bewerbung bei Tesla: Bei dieser kniffligen Frage gerät fast jeder Kandidat ins Schleudern.

Gehalt und Boni: Das ist bei Tesla drin

Beim Thema Gehalt dürfen einige hochrangige Ingenieure zu schlucken haben, denn Tesla soll weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld zahlen. Dafür berichten beide Ingenieure von einem großzügigen Aktienpaket in fünfstelliger Höhe, über das die Mitarbeiter nach vier Jahren Unternehmenszugehörigkeit frei verfügen können. Einem der Ingenieure sollen außerdem Bruttozuschüsse für die Altersvorsorge und für ein ÖPNV-Ticket angeboten worden sein. Zusätzlich sollen ab den Teamleiter-Positionen leistungsabhängige Boni winken, heißt es im Bericht weiter.

Bei genauen Gehaltszahlen halten sich beide Ingenieure bedeckt, schließlich hätten beide ein „non-disclosure-agreement“ unterschrieben, das sie zum Stillschweigen gegenüber Dritten verdonnert. Einer offenbart, dass er bei Daimler viermal so viel verdient hätte. Der andere wird da schon konkreter: sein Jahresgehalt liege zwischen 100.000 und 120.000 Euro. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Gehalt bei Tesla: „Die Bezahlung ist ein Kracher“ - so viel verdienen Elon Musks Mitarbeiter in Deutschland.

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Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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