Großer Unterschied

Mutterschutz vs. Elternzeit: In einem Fall droht Ärger mit dem Chef

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Während des Mutterschutzes und der Elternzeit können Eltern Ihrem Nachwuchs die volle Aufmerksamkeit schenken.

Mutterschutz und Elternzeit klingen wie Synonyme, doch es besteht ein großer Unterschied zwischen den Begriffen - und diesen sollten Sie unbedingt kennen.

  • Wer schwanger ist, muss sich rechtzeitig über Mutterschutz und Elternzeit Gedanken machen.
  • Was viele nicht wissen: Die beiden Begriffe haben nicht die gleiche Bedeutung.
  • Aus einem Grund sollten Sie den Unterschied unbedingt kennen.

Eine Schwangerschaft ist für Mütter wie auch für Väter meist eine besondere Zeit, da die Vorfreude auf den Nachwuchs von Tag zu Tag steigt. In Bezug auf den Beruf müssen sich werdende Eltern allerdings viele Gedanken machen: Wie erzählt man dem Chef am besten von der Schwangerschaft? Welche Konsequenzen hat das auf den Job allgemein? Was muss man zum Mutterschutz und zur Elternzeit wissen?

Die Antwort auf letztere Frage haben wir zusammengefasst:

Mutterschutz und Elternzeit - Was ist eigentlich der Unterschied?

Viele Menschen gehen irrtümlicherweise davon aus, dass Mutterschutz* und Elternzeit* identisch sind. Das ist aber definitiv nicht der Fall: Während das mit dem Mutterschutz einhergehende Beschäftigungsverbot meist automatisch vor dem Geburtstermin eintritt, muss Elternzeit immer vorher beim Arbeitgeber beantragt werden.

Genau dieser Unterschied wird vielen zum Verhängnis: Wer denkt, dass eine Elternzeit selbstverständlich ist, läuft Gefahr, diese zu spät vom Chef genehmigen zu lassen. Elternzeit ist übrigens für Mütter wie auch für Väter eine Option.

Lesen Sie auch: Frau nimmt nur acht Wochen Elternzeit - so heftig reagiert ihr Umfeld.

Zählt der Mutterschutz zur Elternzeit dazu?

Zwischen Mutterschutz und Elternzeit gibt es keine Überschneidung, stattdessen kann das eine allerdings unmittelbar auf das andere folgen: So beginnt der Mutterschutz meist sechs Wochen vor dem Geburtstermin und erstreckt sich nach der Geburt anschließend meist auf zwei weitere Monate - wie der Ratgeber Arbeitsrechte.de beschreibt.

Danach können Mütter gleich in Elternzeit gehen, sofern diese beantragt und genehmigt wurde. Die Elternzeit ist im Regelfall auf drei Jahre begrenzt. Nach § 15 Abs. 2 Satz 3 BEEG wird das vorherige Beschäftigungsverbot durch den Mutterschutz von diesem Zeitraum allerdings abgezogen. Väter hingegen können ihre Elternzeit ab dem Geburtstermin beginnen.

Video: So verändern sich Väter durch die Elternzeit

Auch interessant: "Egoistisch" - Mütter, die nur kurz in Elternzeit gehen, fallen bei Chefs durch.

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