Viele sehnen sich nach Veränderung

Jobwechsel während Corona: Welche Chancen haben Bewerber 2021?

Eine Frau arbeitet nachts an ihrem Schreibtisch. Viele Arbeitnehmer sehnen sich nach einem neuen Job. Doch wegen der Corona-Krise zögern sie den Jobwechsel hinaus.
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Viele Arbeitnehmer sehnen sich nach einem neuen Job. Doch wegen der Corona-Krise zögern sie den Jobwechsel hinaus.

In der Corona-Krise zögern viele Arbeitnehmer, den Job zu wechseln, obwohl sie ihn längst satt haben. Warum dies falsch ist, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Arbeitgebern.

Einen sicheren Job in der Corona-Krise aufgeben – davor fürchten sich derzeit viele Beschäftigte. Viel zu groß ist die Angst, dass das neue Unternehmen in der Wirtschaftskrise pleite gehen könnte oder man die Probezeit nicht besteht*. Und dann? Dann droht vielleicht die Arbeitslosigkeit.

Stellenangebot 2021: Wenig Unterschied zum Vorjahr

Dass sich ein Jobwechsel während der Corona-Krise durchaus lohnt, davon sind auch die Experten der Jobbörse StepStone überzeugt: „Viele Menschen glauben, es sei aktuell sinnlos, sich zu bewerben – auch diejenigen, die sich in ihrem aktuellen Job gar nicht wohlfühlen“, meint StepStone Arbeitsmarktexperte Dr. Tobias Zimmermann. „Dabei sollten sich gerade diese Menschen nicht entmutigen lassen, nach einem Job zu suchen, der besser zu ihnen passt.“

So soll die Zahl der Jobangebote auf StepStone Anfang 2021 nur knapp unter dem Januar-Wert des Vorjahres liegen. „Das zeigt: Viele Unternehmen stellen gerade trotz des Lockdowns weiterhin ein“, so Zimmermann.

Lesen Sie auch: Jobwechsel: Mit dieser Taktik wird die Probezeit kein Desaster.

Danach suchen Arbeitgeber in der Corona-Krise

Wie sich die Pandemie auf Neueinstellungen in den Unternehmen auswirkt, zeigt eine aktuelle Umfrage von Stepstone, für die 2.700 Führungskräfte und 2.000 Recruiter befragt wurden. Das Ergebnis:

  • Fast jeder dritte Arbeitgeber stellt derzeit gezielt mehr Quereinsteiger aus anderen Branchen und Berufsfeldern ein.
  • 35 Prozent bemühen sich darum, Mitarbeiter einzustellen, die sie vor der Krise wahrscheinlich nicht bekommen hätten.

Lesen Sie auch: Trendberufe 2021: Welche Berufe in der Corona-Krise besonders gefragt sind.

Im Video: Vorstellungsgespräch per Video: Darauf sollten Bewerber achten

„War for Talents“ befeuert Arbeitgeber weiterhin, neue Mitarbeiter einzustellen

Das Ergebnis zeigt sehr deutlich, dass der „War for Talents“, also der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter, auch in der Corona-Krise weiter an Fahrt aufnimmt.

„Die Folgen der Corona-Pandemie haben den Jobmarkt weniger stark beeinflusst als anfangs angenommen“, sagt Zimmermann. „Der Großteil der Unternehmen weiß, dass sie weiterhin sehr aktiv um Mitarbeiter werben müssen. Neue Positionen zu besetzen ist auch in diesen Zeiten kein Selbstläufer, aber Grundvoraussetzung für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Zimmermann. Und das verbessert die Chancen für einen Jobwechsel, gerade wenn Arbeitnehmer flexibel sind, meint der Experte. Denn in manchen Branchen wird die Situation erst einmal schwierig bleiben, etwa in den Bereichen Hotel, Gastronomie, Freizeit, Kultur, Sport sowie im klassischen Handel.

Experten raten ohnehin, alle zwei Jahre den Job zu wechseln. Den Grund verraten wir Ihnen hier. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Wer kündigt, vergisst oft eine wichtige Sache zu bedenken.

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Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

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