Deutlich mehr Unfälle auf dem Weg zur Arbeit

Berlin - Im ersten Halbjahr 2010 ist die Zahl der Unfälle auf dem Weg zur Arbeit deutlich gestiegen. Ein Grund dafür könnte die kalte Witterung im Winter sein.

Der kalte Winter hat zu deutlich mehr Unfällen auf dem Weg zur Arbeit geführt. Die Zahl der sogenannten Wegeunfälle stieg im ersten Halbjahr um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das geht aus den Angaben der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor. Registriert wurden rund 120.000 meldepflichtige Unfälle, darunter viele Stürze auf vereisten Wegen.

142 Menschen verloren auf dem Weg zur Arbeit ihr Leben, 10 weniger als zuvor. “Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig umsichtiges Verhalten bei schlechter Witterung ist“, sagte Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, am Montag in Berlin. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle kletterte in demselben Zeitraum um 7,2 Prozent auf rund 460.000. Das hängt laut Breuer mit der sich belebenden Konjunktur zusammen. 220 Menschen starben von Januar bis Juni durch einen Arbeitsunfall, 22 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Rund 630.000 meldepflichtige Unfälle gab es bei Schülern, Studenten und Kindern beim Besuch einer Bildungseinrichtung (minus 7 Prozent). 27 Schüler starben (minus 4). Meldepflichtig sind Arbeits- und Wegeunfälle, wenn sie zu mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit führen oder tödlich enden. Bei Schülern müssen sie bereits dann registriert werden, wenn ein Arzt die Kinder behandelt hat.

dpa

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