Der Weg ins Gesundheits-Management

Der demographische Wandel ist unaufhaltsam. Nicht nur das, auch dank der Forschung werden die Menschen immer älter. Das bedeutet auch, dass der Gesundheitssektor stetig wächst und neue Herausforderungen an den Arbeitsmarkt stellt.

Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger, das gilt auch für den boomenden Gesundheitsbereich. „An der ersten Hochschule für Berufstätige im Gesundheitsbereich können sich auch diejenigen, die bereits im Berufsleben stehen, weiterqualifizieren“, erklärte Willi Lemke, Senator für Bildung und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen und erteilte der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft der Stuttgarter Klett-Gruppe die staatliche Zulassung.

Hochschuleigener Online-Campus

„Hier gibt es keine Wartezeit auf einen Studienplatz.“ Auf Berufstätige, die sich im Gesundheitsbereich akademisch weiterbilden wollen, ist der erste Studiengang Gesundheitsökonomie, der erstmals 2006 begann, zugeschnitten. Die zehn Dozenten kommen aus Wissenschaft und Praxis. Gearbeitet wird selbständig in der Freizeit, die Kommunikation läuft über den hochschuleigenen Online-Campus. Meist eintägige Präsenzphasen dienen dem Kontakt zwischen Dozenten und Studierenden. Später soll ein Studiengang Medizintechnik hinzukommen.

Wer die formalen Zugangsvoraussetzungen zum Hochschulstudium – Abitur oder Berufspraxis und Eingangsprüfung oder Meisterprüfung – erfüllt, kann sofort mit dem Studium der Gesundheitsökonomie anfangen, das nach sechs Semestern mit der Prüfung zum „Bachelor“ und nach weiteren vier Semestern zum „Master“ abschließt. Eine bezahlbare Studiengebühr wird erhoben. „Die international anerkannten Abschlüsse ermöglichen sowohl eine Karriere in der Politik, bei Krankenkassen und in der Versicherungswirtschaft als auch im Krankenhausmanagement und in Behörden“, erklärte Dr. med. Bernd Kümmel, Präsident der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft.

Steigende Nachfrage

 „Was gebraucht wird, sind Schnittstellenmanager für das mittlere und obere Management.“ Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachleuten werde eher noch zunehmen: „Das Gesundheitswesen ist ein weltweiter Wachstumsbereich.“ In Deutschland stiegen zwischen 1992 und 2001 die Ausgaben für Gesundheit um mehr als 38 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt lediglich um 28,4 Prozent anwuchs. Zehn Prozent aller in Deutschland beschäftigten Menschen arbeiten bereits im Gesundheitsbereich, angesichts der demografischen Entwicklung werden es noch mehr werden. „Nur durch lebenslanges Lernen lässt sich die zukünftige Berufsfähigkeit aufrecht erhalten“, betonte Michael Lammersdorf, Geschäftsführer der Ernst Klett Information.

Die Bremer Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft ist nach der Informatik- und Ingenieur-Fern-Fachhochschule Darmstadt und der Europäischen Fernhochschule Hamburg für Betriebswirtschaft bereits die dritte Fernhochschule der Klett-Gruppe. (np)

Rubriklistenbild: © pa

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