Die unterschätzte Krankheit - Wenn Schmerzen einfach nicht aufhören wollen

Wenn Rückenschmerzen chronisch werden, helfen nur maßgeschneiderte Therapiekonzepte.

Wenn Gisela Schneider (Name von der Red. geändert) an ihr früheres Leben denkt, verzieht sie das Gesicht. Es plagten sie chronische Schmerzen, die selbst durch verschiedene Behandlungen nicht weggehen wollten. Ein spezialisiertes Schmerzentrum half mit einem maßgeschneiderten Konzept.

In Schmerzkliniken stehen berufsübergreifende Teams zur Verfügung, die den Patienten ein umfassendes therapeutisches Angebot machen. Es besteht unter anderem aus Ärzten, Pflegenden, Psychologen und Physiotherapeuten, die ihre Maßnahmen exakt aufeinander abstimmen.

Wie sinnvoll es ist, das Leiden gleichzeitig von verschiedenen Seiten anzugehen, wissen Fachleute seit langem. Chronische Schmerzen schwächen Muskeln und Gelenke, schmälern die Beweglichkeit, trüben die Stimmung, kratzen am Selbstbild und können zu Depressionen, Arbeitsunfähigkeit und sozialer Isolation führen. Mit einer einseitigen Therapie ist dem kaum beizukommen. Erst wenn mehrere für den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Maßnahmen ineinandergreifen, besteht Aussicht auf dauerhaften Erfolg.

Oftmals geht es darum, den Blickwinkel auf den Schmerz zu ändern und ihn aus dem Fokus des Interesses zu rücken. Denn in vielen Fällen entsteht ein Schmerzgedächtnis, das sich verselbständigt und so den Zustand noch verschlimmert.

Auf die Hilfe von Schmerzexperten hoffen hierzulande viele: Fast zwölf Millionen chronische Schmerzpatienten gibt es in Deutschland. Jeder vierte über 65- Jährige kennt solche Dauerpein, belegt eine aktuelle Umfrage des Senioren Ratgebers. Am häufigsten geht der Schmerz vom Rücken aus, sagen die Befragten. Aber auch die Kniegelenke, die Hüfte, der Nacken oder die Schulter machen ihnen besonders häufig zu schaffen.

Quelle: wa.de

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