Süchte - Es kann jeden treffen

Sucht macht einen fertig.

Es kann jeden treffen: die junge Mutter, den beruflich erfolgreichen Mittdreißiger oder den Auszubildenden. Langsam beginnt sie, die Sucht. Aus zwei Flaschen Bier wird ein ganzes Dutzend und ein paar Korn dazu.

Täglich. Manche brauchen Tabletten oder andere Drogen. Zum Abschalten und zur Entspannung, um innere Gefühlsstürme zu bewältigen, Angst und Hemmungen abzubauen, Ärger herunterzuspülen oder als Kick – die Gründe sind immer vielfältig.

Welche Süchte sind am gefährlichsten?

Auf diese Frage lässt sich keine einheitliche Antwort geben. Wie man aber an Statistiken erkennen kann, ist die Abhängigkeit vom Alkohol am größten, gefolgt von den Medikamentenabhängigen. Die Abhängigkeit von illegalen Drogen beinhaltet dagegen oft die Beschaffungskriminalität und damit die größere öffentliche Auffälligkeit. Die Spieler bleiben lange Zeit unerkannt, so dass die Gefahr des finanziellen Ruins immer größer wird.

Hilfsangebot hat sich stark verbessert

Das Hilfsangebot für Abhängige und ihre Angehörigen hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert und differenziert. Neben ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen und der stationären Therapie in Kliniken gibt es eine Vielzahl an Selbsthilfegruppen. Um eine passendes Behandlungsangebot herauszufinden, empfehlen Suchtexperten ein Informationsgespräch in einer Beratungsstelle.

Wenn nichts mehr geht, helfen Suchtkliniken. Hier kann den Betroffenen mit bewährten Therapien geholfen werden. Bei Alkoholabhängigen beginnt sie mit der Entgiftung durch Medikamente. Gespräche mit Ärzten, Therapeuten und Betroffenen stärken den einzelnen für die Zeit danach.

Auch hier wird der Kontakt zu Selbsthilfegruppen empfohlen, um die Gefahr eines Rückschlages zu verhindern und ein besseres Leben ohne Süchte führen zu können. Im Austausch findet sich der Einzelne wieder und wird bestärkt im Kampf gegen den Rückfall. Reden, helfen und den Betroffenen darin zu unterstützen, einen anderen Umgang mit oftmals unangenehmen Gefühlen und suchtauslösenden Lebenssituationen zu entwickeln – dazu braucht es eine kontinuierliche Unterstützung. Fachleute wissen um die Zeit nach dem Entzug. Die Botschaft lautet: „Wir wissen, dass es schwer ist. Die Gefahren lauern überall. Aber wir lassen Sie nicht alleine.“

Quelle: wa.de

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