Rentner können oft nur mit Abzügen hinzuverdienen

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Arbeit ist für Rentner oft mit Abzügen verbunden.

Es klingt ganz einfach: Wer Rentner ist, aber noch arbeiten will, jobbt nebenbei. Aber dem sind noch enge Grenzen gesetzt. Ob es sich lohnt, etwas dazuzuverdienen, müssen Rentner genau durchrechnen: Was 400 Euro übersteigt, kann auf die Rente angerechnet werden.

Wollen Senioren etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen, sind ihnen starre Grenzen gesetzt. Derzeit dürfen Rentner, die vorzeitig in den Ruhestand gehen oder eine Erwerbsminderungsrente erhalten, nur 400 Euro im Monat hinzuverdienen. „Alles was darüber hinausgeht, kann dazu führen, dass die Rente nicht voll ausgezahlt wird“, sagte Martin Schafhausen, Anwalt für Sozialrecht in Frankfurt am Main. Als Hinzuverdienst gelten nicht nur der Bruttolohn, sondern auch Einkünfte aus selbstständiger Arbeit oder Gewerbetätigkeit. Je nach individueller Hinzuverdienstgrenze könne die Rente dann anteilig um ein Viertel, die Hälfte oder drei Viertel gemindert werden oder sogar ganz wegfallen. Wie viel Rentner hinzuverdienen dürfen, hängt unter anderem von ihrem früheren Verdienst ab und davon, wie lange sie in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Ruheständler sollten deshalb immer einen Blick in ihren Rentenbescheid werfen: „Dort sind die Hinzuverdienstgrenzen aufgelistet“, sagte Schafhausen, der auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein ist. Probleme bereite die bisherige Regelung vor allem dann, wenn das Einkommen des Rentners monatlich schwanke. „Also zum Beispiel, wenn ich in einem Monat 350 Euro verdiene, im nächsten aber 600 oder noch mehr“, erläuterte Schafhausen. Denn dann könne die Rentenversicherung Geld zurückverlangen - rückwirkend für einen Zeitraum bis zu vier Jahren. Nach den Plänen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sollen Rentner, die vorzeitig Rente beziehen und zusätzlich arbeiten, künftig mehr hinzuverdienen dürfen. Statt monatlich 400 Euro soll sich die Obergrenze am höchsten Gehalt der letzten 15 Berufsjahre orientieren. Die gelockerten Grenzen sollen nur für Versicherte gelten, die mindestens 63 Jahre alt sind und 35 Jahre Versicherungsjahre nachweisen können.

Quelle: wa.de

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