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Osteoporose rechtzeitig erkennen: Fünf wichtige Symptome – auch Rückenschmerzen sind ein Warnzeichen

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Eine Osteoporose wird in vielen Fällen erst erkannt oder diagnostiziert, wenn Betroffene mit Schmerzen oder gar einem Knochenbruch zum Arzt gehen. Auf welche ersten Anzeichen Sie selbst achten können. 

„Das Problem mit der Osteoporose ist, dass man es nicht merkt. Man merkt es häufig erst, wenn es zu spät ist.“ Die Aussage von Birgit Eichner, selbst an Osteoporose erkrankt, wirkt nach. Sie kennt die Tücken der Erkrankung nur zu gut. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen über die Osteoporose-Selbsthilfegruppe in Wertheim weiß sie, wie schwer es in vielen Fällen ist, dass Osteoporose rechtzeitig erkannt wird. Der Knochenschwund macht sich häufig lange nicht bemerkbar, die Symptome werden nicht immer richtig gedeutet. Nicht umsonst wird Osteoporose als „stiller Dieb am Knochen“ bezeichnet. Letztlich kann die Schwere des Knochenschwunds durch eine Ernährungsumstellung und Bewegung im Alltag sowie Medikamente herausgezögert werden. Je früher man den Abbau der Knochendichte und die Osteoporose feststellt, desto eher kann auch einem Abbau der Knochen entgegengewirkt werden. Es gibt Anzeichen, die Betroffene kennen und mit denen sie rechtzeitig einen Arzt aufsuchen sollten.

Osteoporose vermeiden oder hinauszögern: Prävention durch Ernährung und Bewegung

Frau fasst sich wegen Rückenschmerzen in den Lendenbereich
Wer über 50 Jahre ist und an anhaltenden Rückenschmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen, um gegebenenfalls eine Knochendichtemessung durchführen zu lassen. © Frank Röder/Imago

Laut der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU) ist Osteoporose in Deutschland weit verbreitet. Über 6,3 Millionen Menschen leiden an dieser Krankheit. Diese führt dazu, dass sich Knochenmasse abbaut, die Knochen dadurch schwach und zerbrechlich werden und das Risiko für Knochenbrüche steigt. Nach Angaben der International Osteoporosis Foundation (IOF) erleidet weltweit etwa jede dritte Frau und jeder fünfte Mann ab 50 Jahren eine osteoporotische Fraktur. Dabei muss es nicht in jedem Fall so weit kommen, wenn erste Anzeichen richtig und frühzeitig gedeutet und behandelt werden.

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Denn der Aufbau von Knochenmasse ist in jedem Alter möglich und auch nötig. Prävention für ein stabiles Muskel-Skelett-System beginnt bereits im Kindesalter und sollte sich auch bis ins hohe Alter fortsetzen. Die DGOU ruft zur Vorsorge auf und appelliert für:

Calciumreiche Ernährung ist ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung eines Knochenabbaus, der Osteoporose.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt:

Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren benötigen 1100 mg Calcium pro Tag.

Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren sollten wegen des starken Wachstums 1200 mg Calcium pro Tag aufnehmen.

Erwachsene benötigen pro Tag etwa 1000 mg Calcium.

Osteoporose rechtzeitig erkennen: Fünf wichtige Symptome – auch Rückenschmerzen können ein Indiz sein

Beginnender Knochenschwund kann sich als akut auftretende, anhaltende Rückenschmerzen bemerkbar machen. Leiden Sie unter wiederkehrenden Schmerzen und sind über 50 Jahre alt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Je nach Beschwerden, Hormonstatus und Vorerkrankungen empfiehlt es sich, eine Knochendichtemessung durchführen zu lassen. Dadurch kann eine bereits bestehende Osteoporose oder die Vorstufe, die sogenannte Osteopenie, erkannt werden. Die wichtigste Ursache der Osteoporose-Vorstufe ist ein sinkender Östrogenspiegel – der bei manchen Frauen bereits ab 40 Jahren einsetzen kann – sowie Bewegungsmangel. Die Osteopenie betrifft vor allem Frauen in der Postmenopause.

Weitere Anzeichen für eine angehende Osteoporose und Knochenschwund sind:

Besonders Patienten, die wegen einer Schilddrüsenstörung mit Thyroxin behandelt werden, sollten auch auf erste Anzeichen einer Osteopenie oder gar Osteoporose achten, da das Hormon die Knochendichte beeinflusst.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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