Bei Geschwulst Schilddrüsen-Entfernung unausweichlich:

Operations-Narbe klein und unscheinbar

+
Beschwerden mit der Schilddrüse sind besonders schmerzhaft.

Zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen gibt es neben der medikamentösen Therapie und der Bestrahlungstherapie die operative Versorgung. Bei  dem Eingriff bleibt nur eine kleine Narbe.

Die Festlegung des Behandlungsvorgehens folgt einer umfassenden Diagnostik, die neben dem jeweiligen Beschwerdebild (Schluckbeschwerden, Druckgefühl am Hals, gegebenenfalls Hustenreiz, Herzbeschwerden, Hitzegefühle etc), den Blutwerten, der Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und ihrer Umgebung sowie einer Szintigraphie der Schilddrüse je nach Situation weitere Untersuchungen umfasst. Erst in dieser Zusammenschau der Befunde lassen sich die therapeutischen Wege festlegen.

Veränderte Schilddrüsenstrukturen werden entfernt

Morbus Basedow ist eine Schilddrüsenerkrankung und bezeichnet die autoimmune Überfunktion der Schilddrüse. Wesentliches Merkmal ist, dass die Schilddrüse ungebremst zuviel Hormone herstellt.

Bei Morbus Basedow setzen sich die TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK) an die Andockstellen des TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) und stimulieren so die Schilddrüse. Dadurch wird die Schilddrüse zu einer übermäßigen Hormonproduktion angeregt, und es entsteht schleichend eine Überfunktion.

Die Folge: Die körpereigene Abwehr greift die Schilddrüse an und versucht, sie wie einen Eindringling zu zerstören.

Die Operation der Schilddrüse entfernt erkrankte Anteile oder nach Befund das gesamte Organ. Hierbei liegen in den meisten Fällen knotig veränderte Schilddrüsenstrukturen vor, wie sie bei der Schilddrüsenunterfunktion, aber auch bei der Überfunktion als sogenannte „autonome“ (im Szintigramm „heiße“) Knoten vorkommen. Ziel der Operation ist in diesen Fällen die Entfernung der veränderten Schilddrüsenanteile unter Erhalt eines (kleinen) Schilddrüsenrestes und einer nachfolgenden medikamentösen Behandlung.
Bei vollständig knotig durchsetzter Schilddrüse, aber auch bei diffuser Veränderung (Hyperthyreose, Autoimmunthyreoditis etc.) kommt eine vollständige Entfernung der Schilddrüse in Betracht. Vollständige Schilddrüsenentfernungen werden auch bei Verdacht oder Vorliegen einer Schilddrüsengeschwulst durchgeführt, gegebenenfalls je nach feingeweblichem Befund ergänzt durch eine nachfolgende systematische Lymphknotenentfernung.

Operation zwei Komplikationsmöglichkeiten

Schilddrüsenoperationen haben neben den allen Operationen anhaftenden, allgemeinen Komplikationsmöglichkeiten zwei besondere Komplikationsaspekte: Zum einen verläuft in direkter Nachbarschaft der Schilddrüse beidseits der Stimmbandnerv (N. recurrens), der durch die Operation vorübergehend oder selten auch dauerhaft beeinträchtigt werden könnte. Daher liegt ein Hauptaugenmerk der Operation auf der Darstellung des Nerven und seiner Funktionsüberprüfung noch in der laufenden Operation. Mit dem sogenannten „intraoperativen Neuromonitoring“ lässt sich dabei ein hohes Maß an Sicherheit erzielen. Zum zweiten sind bei der Operation die Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen) zu beachten, die den Calciumhaushalt mit regulieren und zumeist gesehen und erhalten werden können.

Operation hinterlässt kleine Narben

Schilddrüsenoperationen hinterlassen meist kleine und später unscheinbare Narben am Hals. Zur weiteren Zugangsverkleinerung werden in geeigneten Fällen (kleine Schilddrüsen) auch minimal-invasive Vorgehensweisen genützt.

Bei unkompliziertem Verlauf ist mit einem stationären Aufenthalt von etwa drei bis vier Tagen nach der Operation zu rechnen. Die Nachbehandlung wird in der Regel mit Schilddrüsenhormongabe, gegebenenfalls auch mit Jodgabe, langfristig erfolgen müssen. Bei Tumor- oder Autoimmunerkrankungen folgt eine spezifische Nachbehandlung je nach zugrunde liegendem Befund.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare