1. Soester Anzeiger
  2. Leben
  3. Gesundheit

Omikron BA.5: Krankheitsverlauf und Symptome der Corona-Variante

Erstellt:

Von: Hannah Decke

Kommentare

Der Omikron-Subtyp BA.5 sorgt noch immer für hohe Corona-Zahlen. Welche Symptome und welcher Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der Variante auftreten

Hamm - Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland war zuletzt im Vergleich zu den Corona-Sommern 2020 und 2021 auf einem sehr hohen Niveau. Grund für die enormen Infektionszahlen ist die Omikron-Variante BA.5. Wie gefährlich ist der neue Subtyp? Ein Überblick.

Zunächst begannen im Mai die Zahlen in Portugal rasant zu steigen, dort tauchte der neue Corona-Subtyp als erstes in Europa richtig auf. Trotz der hohen Impfquote von 87 Prozent stieg in Portugal auch die Zahl der Krankenhauspatienten und die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Covid-19. „Die BA.5 Variante des Virus wird sich auch bei uns ausbreiten. Viele, auch Geimpfte, werden erkranken“, sagte der Präsident des Weltärzteverbandes, Frank Ulrich Montgomery. Er behielt Recht.

Omikron BA.5: Verbreitung der Corona-Variante nimmt weltweit zu

Laut dem Covid-19-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 30. Juni ist die Untervariante BA.5 in Deutschland vorherrschend. Die zuvor monatelang dominante Untervariante BA.2 nimmt dagegen weiter ab. Forscher blicken jedoch mit Sorge auf die neue Mutation BA.2.75.

Omikron BA.5: Anzeichen, Symptome und Verlauf der Corona-Variante

Wie auch bei den anderen Varianten von Omikron würden Geimpfte bei BA.5 aber deutlich milder erkranken. So sei das Risiko, zu sterben, bei einem Geimpften 99 Prozent geringer als bei Ungeimpften. Trotzdem mahnt Montgomery dazu, sich gut auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) spricht immer wieder davon, dass im Herbst strengere Corona-Maßnahmen nötig sein könnten.

Omikron BA.5 lässt Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigen

In Deutschland steigt der Anteil des Omikron-Subtyps BA.5 seit seinem ersten Auftauchen in der Statistik Ende März. Seinerzeit macht er noch weniger als 0,1 Prozent der Infektionen aus. Ende Mai lag der Anteil schon bei 10 Prozent. Mittlerweile gehen zwei Drittel der Corona-Infektionen auf die Omikron-Subvariante BA.5 zurück. Zum Vergleich: Die Variante BA.4 liegt bei etwa 7 Prozent.

BA.5 ist nach RKI-Angaben auch für zuletzt steigende Inzidenzen und Klinikeinweisungen verantwortlich.

Omikron BA.5: Welche Symptome treten auf? Wie ist der Verlauf?

Schauen wir auf den Ursprung der neuen Omikron-Variante: Genau wie BA.4 stammt auch BA.5 nicht von BA.1, BA.2 oder BA.3 ab. Die neuen Subtypen haben ihren Ursprung in der Ur-Variante von Omikron. Laut Experten haben BA.4 und BA.5 eine zusätzliche Mutation am Spike-Protein. Das sorgt für eine höhere Ansteckungsfähigkeit, was die bisherigen Daten belegen.

Aber sind auch Symptome und Verlauf bei einer Infektion mit dem Omikron-Subtyp BA.5 anders - und sogar schlimmer? Bei den Varianten BA.1 und BA.2 ist der Krankheitsverlauf in der Regel mild, vor allem bei Geimpften. Nur selten treten schwere Symptome auf. Infizierte klagen meistens über Kopfschmerzen, Schnupfen und gelegentlich Fieber.

Zu den häufigsten Krankheitszeichen der Omikron-Variante BA.5 gehören:

Es sind aber auch eine Reihe weiterer Symptome wie Kurzatmigkeit, der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hals- und Kopfschmerzen möglich. Die bisherigen Daten lassen laut RKI aber nicht darauf schließen, dass Infektionen mit BA.4 oder BA.5 schwerere Krankheitsverläufe oder anteilig mehr Todesfälle verursachen als die Sublinien BA.1 und BA.2.

Auch über weitere Parameter der Omikron-Variante BA.5 weiß man inzwischen besser Bescheid als noch zu Beginn der Europa-Welle in Portugal. Forscher haben herausgefunden, wie lange die Inkubationszeit bei BA.5 ist - also die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch. Auch darüber, wie lange man mit Omikron ansteckend ist, ist nun besser bekannt.

Omikron BA.5: Schützen die Impfungen bei der neuen Variante?

Laut WHO untersuchen Spezialisten gerade die Wirksamkeit der aktuellen Impfstoffe gegen BA.5. Zudem arbeiten die Hersteller schon seit Längerem an einem angepassten Vakzin gegen Omikron, das möglichst viele Varianten abdecken soll.

Auch interessant

Kommentare