Moderne Konzepte bei Rheuma

Rheuma tritt nicht nur im Alter auf.

Früher konnte man den Verlauf von Rheumaerkrankungen kaum beeinflussen, vor allem bei den entzündlichen Formen wie bei der rheuma bedingten Arthritis. Heute gibt es Therapien und Medikamente, die den Verlauf der Erkrankung nicht nur verlangsamen können, sondern in immer mehr Fällen auch stoppen.

Kortison war ein wichtiger Meilenstein in der Therapie des Rheuma. Dieser Wirkstoff hemmt die Entzündung und mindert die Schmerzen. „Die ersten Kortisone hatten allerdings noch schwere unerwünschte Wirkungen“, so Dr. Michael Gengenbacher, Facharzt für Rheumatologie. Im Laufe der Jahre wurden immer besser wirkende Kortisone entwickelt, aber die unerwünschten Wirkungen konnten nur durch begleitende Maßnahmen verringert werden.

Die Ärzte verfügten nun über eine breitere Palette an Behandlungsmöglichkeiten. Ab der Jahrtausendwende gab es einen Umbruch. Nun kamen die ersten so genannten Biologika auf den Markt, mit denen die Krankheit sogar bei schweren Fällen nicht nur verlangsamt, sondern bestenfalls gestoppt werden kann. „Bis zu 80 Prozent der Patientinnen und Patienten sprechen auf diese neuen Medikamente an. Dieser Erfolg hat die Rheumaforschung in ein neues Licht gerückt“, schreibt der Arzt. „Der Erfolg war nicht nur für die Patienten toll, sondern auch für uns Ärzte.“

Der Erfolg der Therapie hängt wesentlich von der Behandlungskombination für die unterschiedlichen Krankheitsbilder und Krankheitssituationen ab. Für jeden einzelnen Patienten wird seine individuelle Therapie quasi „maßgeschneidert“. Neben den Medikamenten können eine Vielzahl von Therapiebausteinen eingesetzt werden, vor allem die Krankengymnastik, die Physikalische Therapie oder die Ergotherapie. In schweren Fällen kann eine Operation in Betracht kommen, etwa bei einer Fehlstellung von Gelenken.

Quelle: wa.de

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