Implantate sollen Augeninnendruck senken

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Implantate können Augeninnendruck bei Glaukom senken.

Rostock - Neue Implantate können bei manchen Patienten mit Grünem Star die Notwendigkeit von Augentropfen senken. In einer Studie brauchten nur noch die Hälfte der Patienten Tropfen.

Augenmediziner der Universitätsklinik Rostock prüften in einer Studie die Wirksamkeit der sogenannten Scleral Spacing Procedure (SSP). Beim Glaukom schädigt ein überhöhter Augeninnendruck den Sehnerv. Oft wird die Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Dann können Augentropfen oder eine Operation den Druck in dem Organ senken und eine weitere Verschlechterung des Sehens bremsen oder sogar aufhalten.

Bei Patienten mit dem chronischen Offenwinkelglaukom, der häufigsten Form, könnte künftig ein neues Verfahren den Augendruck senken. Beim Scleral Spacing Procedure (SSP) setzen Ärzte winzige Kunststoff-Implantate ins Auge, die den natürlichen Abfluss der Augenflüssigkeit verbessern und so den Innendruck konstant halten.

In einer kanadischen Studie brauchten acht Jahre nach der Operation über 50 Prozent der Patienten keine Augentropfen mehr. Die Augenklinik der Uniklinik Rostock will das Verfahren nach eigenen Angaben nun zwei Jahre lang an Glaukom-Patienten prüfen. Für die Studie suchen die Mediziner Betroffene, die mit beiden Augen noch gut sehen, älter als 40 Jahre sind und nicht mehr als drei verschiedene Augentropfen verwenden.

dapd

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