Nebeneffekt der Corona-Pflicht

Heuschnupfen und Allergie: Diesen Schutz bieten Corona-Masken vor Pollen

Der plötzliche Frühling im Februar bereitet Heuschnupfen-Allergikern Probleme. Corona-Masken helfen gegen die Pollen. Es gibt einiges zu beachten.

Hamm - Irres Februar-Wetter: Erst Schlottern bei zweistelliger Eiseskälte, eine Woche später Sonnenbaden im T-Shirt. Doch mit dem Frühling kommen Pollen und Probleme für Heuschnupfen-Allergiker. Unverhoffte Hilfe gibt es durch Corona-Schutzmasken. Aber es gibt ein paar wichtige Punkte zu beachten. (News zum Coronavirus)

AllergieHeuschnupfen
SymptomeNiesen, tränende Augen, manchmal Asthma
UrsacheÜberempfindlichkeit des Immunsystems

Heuschnupfen und Allergie: Diesen Schutz bieten Corona-Masken vor Pollen

Mitten im Corona-Winter 2021 ist plötzlich Frühling: Temperaturen von fast 20 Grad entschädigen uns für Eisregen und Schneechaos. Die Wärme lässt die Natur aufblühen. Die ersten Pollen fliegen - und lassen Menschen mit Heuschnupfen leiden und fluchen.

„Durch die jetzige warme Wetterperiode explodiert die Natur“, sagt Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund. Besonders Menschen mit einer Allergie gegen Hasen- und Erlenpollen leiden in vielen Regionen Deutschlands. Das zeigt der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ab Mitte März ist außerdem mit Birken- und Eschenpollen zu rechnen. Hoffen können Allergiker auf Anfang März. Dann wird das Wetter in NRW wieder winterlicher.

Heuschnupfen/Allergie: Corona-Masken bieten Schutz vor Pollen

Viele leidgeprüfte Allergiker werden die Pollenbelastung womöglich weniger stark wahrnehmen als im Frühjahr 2020. Der Grund dafür ist die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Mund-Nasen-Schutzes, die etwa in NRW seit dem 24. April 2020 gilt. Denn die Filterwirkung der Corona-Masken hält nicht nur Viren vom Eindringen in die Atemwege ab, sondern verhindern den direkten Kontakt von Pollen mit Mund und Nase.

FFP2, OP-Maske oder einfache Alltagsmaske - was schützt gegen Pollen? Die gute Nachricht: Sie alle helfen. Schon einfache Schutzmasken schützen nachweislich vor Pollen. Diese Masken sind fein genug, dass sie Blütenpollen abfangen, damit diese erst gar nicht auf die Schleimhäute gelangen. Für Pollen ist die Maske eine wirksame mecha­nische Barriere.

Pollen-Allergie: Schon einfache Masken helfen gegen den Reiz

Auch selbst genähte Stoffmasken bieten Allergikern Schutz gegen Pollen. Diese sollten jedoch aus einer kochfesten Baumwolle sein, damit man sie heiß waschen und somit desinfizieren kann. Es empfiehlt sich also, auch unabhängig von Corona, als Allergiker Maske zu tragen, wenn man draußen unterwegs ist - sie lindern Heuschnupfen-Symptome nachweislich. Allergie-Expertin Sonja Lämmel: „Durch das Tragen einer Maske atmet man sicherlich weniger Pollen ein.“

Allergiker ziehen jedoch nicht nur Vorteile aus dem Tragen einer Maske oder eines Mund-Nasen-Schutzes. Wer unterwegs eine Maske trägt und häufig mehrmals hintereinander niesen muss, sollte nicht in die Maske niesen. Es ist besser, die Maske kurz abzunehmen und in die Armbeuge zu niesen. Wenn die Mund-Nasen-Maske nach einer heftigen Nies-Attacke durch und durch feucht ist, sollte sie gewechselt werden - denn ein feuchter Stoff bietet keinen Schutz.

Pollenschutz Corona-Maske: Allergiker sollten häufiger Mund-Nasen-Schutz wechseln

Allergiker müssen also mit einem höheren Maskenverschleiß rechnen und sollten vorsichtshalber immer Ersatz dabei haben. Kann man eine FFP2-Maske überhaupt wiederverwenden? Wie waschbar ist die Schutzmaske? Tipps zur richtigen Reinigung.

Pollenallergiker stellen sich im Hinblick auf das Coronavirus auch immer wieder die Frage, ob sie mehr als andere Menschen gefährdet sind, sich zu infizieren. Das ist laut Expertenmeinung allerdings nicht der Fall. Allergiker haben sogar ein besonders ausgeprägtes Immunsystem, das permanent in Alarmbereitschaft ist. Anders ist es nur bei Allergikern, die über einen längeren Zeitraum mit Cortison behandelt werden, da dadurch das Immunsystem geschwächt wird. 

Die Corona-Regeln in NRW sind in einigen Bereichen angepasst worden. Erste Öffnungsschritte gelten jetzt. Baumärkte in NRW dürfen öffnen - aber nur für diese Ausnahme. Auch im Sport gibt es Lockerungen in NRW.

Rubriklistenbild: © Wiemer/WA.de

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