Glasknochenkrankheit: Ursache und Folgen

München - Ungefähr 5000 Menschen in Deutschland leiden an Glasknochen. Diese Krankheit ist unheilbar und hat besonders gravierende Auswirkungen im Kindesalter.

Unter der Glasknochenkrankheit - fachmännisch Osteogenesis Imperfecta oder OI genannt - leiden geschätzt 4.000 bis 6.000 Deutsche. Hunderte weitere haben eine mildere Form der seltenen Erkrankung. Glasknochen werden vererbt, allen Betroffenen ist gemein, dass sie im Alltag sehr aufpassen müssen, da ihre Knochen viel schneller als gewöhnlich brechen.

Den Erkrankten fehlt das Hauptprotein in den Knochen, das Kollagen, oder sie haben kaum etwas davon. Kollagen wird auch als „Proteinkleber“ bezeichnet und soll das Gewebe zusammenhalten und den Knochen Elastizität verleihen. Die Krankheit kann nicht geheilt werden. Bei Therapien ist es aber schon gelungen, die Stabilität der Knochen zu bessern - doch ausreichend erforscht ist dies noch nicht.

Vor allem für Kinder ist der Umgang mit der Krankheit extrem schwierig, denn beim Toben brechen die Knochen besonders schnell. In der Kindheit haben sie dann nicht selten einen Bruch nach dem anderen - Eltern müssen ihre Kinder im richtigen Verhalten schulen.

Die meisten Betroffenen können nach Informationen der Deutschen Gesellschaft für Osteogenesis imperfecta Betroffene dann einem Studium oder einer Arbeit nachgehen, vier von fünf Kinder können eine Regelschule besuchen. Bei einigen Betroffenen ist die Knochenstabilität aber so schlecht, dass sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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