Deutsche haben große Angst vor Pflegebedürftigkeit

DORTMUND - Die größte Angst der Deutschen für ihre persönliche Zukunft ist es, pflegebedürftig zu werden. Die Vorstellung, einmal auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, stelle für 82 Prozent der Bundesbürger die größte Sorge dar, heißt es in einer Studie von TNS Infratest im Auftrag der Continentale Krankenversicherung.

Dies stehe im Widerspruch zu einer geringen Vorsorgebereitschaft in der Bevölkerung. Die Versicherung befragte in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest 1.297 Deutsche zum Thema Pflege. Für nichts werde in Deutschland finanziell so wenig vorgesorgt wie für den Pflegefall, hieß es.

Der Umfrage zufolge haben nur zwei Prozent der Deutschen eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Dabei halten 54 Prozent eine zusätzliche private Vorsorge für notwendig. Jeder Zweite (51 Prozent) meint, dass diese Vorsorge bis zum Alter von 30 Jahren getroffen sein sollte. Und 38 Prozent wären bereit, mehr als 25 Euro im Monat für eine Pflegezusatzversicherung auszugeben. Die Ursachen für die widersprüchlichen Umfrage-Ergebnisse sieht die Krankenversicherung vor allem in mangelndem Wissen der Bevölkerung. Zwar fühle sich mehr als die Hälfte der Befragten gut oder sehr informiert. Tatsächlich wüssten die Deutschen aber schlechter Bescheid, als sie glaubten. Bei den Vorsorgeformen für den Pflegefall halten drei Viertel (77 Prozent) die Pflegezusatzversicherung für geeignet. Aber auch andere Möglichkeiten wie private Rentenversicherung (69 Prozent), Sparen (66 Prozent), Unfallversicherung (64 Prozent) oder Immobilienbesitz (61 Prozent) werden überwiegend als sinnvoll bewertet. - epd

Quelle: wa.de

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