Bluthochdruck

Bluthochdruck

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Bluthochdruck ist längst eine Volkskrankheit geworden.

Mehr Menschen als bislang angenommen leiden gleichzeitig an Bluthochdruck und Diabetes. Das geht aus der weltweit größten Studie (Hydra) zu den beiden Erkrankungen hervor, an der sich rund 2.000 Allgemeinärzte und mehr als 45.000 Patienten beteiligten.

Demnach leiden rund 10 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen allein in Deutschland gleichzeitig an Diabetes und Bluthochdruck. Nach Angaben des Studienleiters Prof. Hans-Ulrich Wittchen von der Universität Dresden hat Hydra (Hypertension and Diabetes Risk Screening and Awareness Study) gezeigt, dass die Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens von Diabetes und Bluthochdruck bislang "drastisch unterschätzt" worden ist und Patienten unzureichend behandelt wurden. Fast jeder zweite Studienteilnehmer litt an Bluthochdruck, jeder Fünfte war Diabetes erkrankt. Etwa die Hälfte der Diabetiker waren durch den Hausarzt schlecht eingestellt. Bei 10 bis 27 Prozent der meist jüngeren Patienten war der Bluthochdruck zuvor nicht erkannt worden.

Die Hydra-Daten ergaben, dass bundesweit 18 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen an Diabetes und 43 Prozent der Männer sowie 38 Prozent der Frauen unter Hypertonie, also Bluthochdruck leiden. Vom 60. Lebensjahr stieg die Häufigkeit der Erkrankungen deutlich. Die Gefährlichkeit von Herz- und Nierenerkrankungen als Folge von Diabetes und Bluthochdruck wurde der Studie zufolge bislang unterschätzt.

Während die Ärzte nur bei etwas mehr als 12 Prozent der Patienten ein Nierenleiden diagnostizierten, ergab ein spezieller Nierentest , dass bei fast 38 Prozent dieser Patienten bereits ein erster struktureller Nierenschaden vorlag. Jeder zweite Hausarzt wendete diesen Test jedoch nie oder fast nie an.

Zuviel Zucker schadet dem Herzen und schädigt auch die Blutgefäße. Daher sollte man rechtzeitig vorbeugen.

Quelle: wa.de

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