Atmungscheck beim Lungentag

HAMM - Schlange stehen für den Atmungscheck: Der Einladung des Marien-Hospitals zur Untersuchung der individuellen Lungenfunktionsleitung folgten am Samstag viele Interessierte. Mit dieser Methode können die Ärzte auf mögliche Krankheiten schließen.

Anlässlich des 14. Deutschen Lungentags informierten sich die Besucher darüber hinaus in Vorträgen über chronische Atemwegserkrankungen (COPD).

„Wir wollen die Menschen für diese Volkskrankheit sensibilisieren“, sagte die Organisatorin Doerte Zoerner, Lungenchirurgin am Marien-Hospital. Immerhin gebe es deutschlandweit rund acht Millionen Patienten, die unter einer chronischen Bronchitis leiden. In 85 Prozent der Fälle sei Rauchen die Ursache für die Krankheit. Im Marien-Hospital präsentierten sich auch einige Selbsthilfegruppen, neben der COPD-Selbsthilfe, auch Gruppen für Schlafapnoe und Herzerkrankungen. In den Vorträgen ging es auch um Atemtherapie, aber auch um Herzerkrankungen. Prof. Dr. Dirk Böcker, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, erklärte den rund 40 Zuhörern, dass viele Patienten, die an COPD leiden, nicht an der Bronchitis sterben, sondern an begleitenden Herzerkankungen, wie etwa einem Herzinfarkt.

Auf großes Interesse stieß der Lungencheck. Immer wieder standen einige Besucher Schlange, um ihre Atmung überprüfen zu lassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Technik erhielten die Patienten dann auch die Ausdrucke über ihre statischen und dynamischen Lungenvolumina. „Ich bin hier, weil ich mich und meinen Körper kontrolliere – und hier fühle ich mich bestens informiert“, sagte eine 81-jährige Hammerin. „Beim Reha-Sport habe ich beim Liegen auf der Matte leichte Atemnot verspürt.“ Dem wolle sie auf den Grund gehen. Dr. Klaus Anlage hatte gute Nachrichten: „An ihnen wird der Pneumologe nicht reich.“

Quelle: wa.de

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