Corona-Impfungen

Zweite Impfung nach Astrazeneca: Entscheidung gefallen - so soll Impfschutz bestehen

Nach dem Impf-Stopp für Menschen unter 60 mit dem Vakzin von Astrazeneca steht jetzt fest, wie es mit deren Zweitimpfungen gegen Corona weitergehen soll.

Hamm - Nachdem Deutschland die Corona-Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 gestoppt hat, drängte sich für die bereits mit diesem Vakzin Geimpften eine wichtige Frage auf: Wie steht es um meine Zweitimpfung? Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich jetzt einstimmig auf eine Lösung geeinigt. (News zum Coronavirus)

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Einwohner83,02 Millionen (2019)

Nach Astrazeneca-Stopp: So geht es mit den Zweitimpfungen weiter

Demnach soll für die zweite Corona-Impfung auf ein anderes Präparat umgestiegen werden. Menschen, die bereits eine erste Impfdosis Astrazeneca erhalten haben, erhalten bei der Zweitimpfung das Vakzin von Biontech oder Moderna.

Konkret empfiehlt der Beschluss für Personen unter 60 Jahren eine Zweitimpfung zwölf Wochen nach der Erstimpfung. „Bereits vereinbarte Termine zur Zweitimpfung können übergangsweise auch ab der neunten Woche nach der Erstimpfung stattfinden“, heißt es weiter. Nur in Einzelfällen und nach einer individuellen Risikoanalyse mit einem Arzt könne auch Astrazeneca bei der Zweitimpfung verwendet werden.

„Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Zweitimpfung nach Astrazeneca-Stopp: Biontech und Moderna seien gute Basis für wirksamen Schutz

Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch Stiko-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagte Holetschek. „Gerade in der dritten Welle.“

Bund und Länder hatten kürzlich beschlossen, Corona-Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 zu stoppen. Zuvor häuften sich Verdachtsfälle auf Hirnvenen-Thrombosen nach der Impfung mit dem Vakzin. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko vor allem jüngere Menschen betrifft. Laut Bundesgesundheitsministerium hatten in den vergangenen Wochen aber bereits rund 2,2 Millionen Bürger unter 60 Jahren eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten.

Die Impfungen mit Astrazeneca für Menschen über 60 Jahre gehen weiter. In Nordrhein-Westfalen sind an Ostern Tausende Termine für diese Altersgruppe freigeschaltet worden. Das Land hatte eine große Lieferung von Astrazeneca erhalten und ist wegen des Impf-Stopps von der Impfreihenfolge abgewichen. Würde es nach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gehen, würde die Priorisierung bei dem Impfungen sowieso noch im Frühjahr abgeschafft werden. Der Vorstoß stieß auf heftige Kritik. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © Rother

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