Alarmierende Zahlen. Immer mehr Nierenkranke

Die Gesellschaft für Nephrologie warnt davor, dass die Zahl der Nierenerkrankungen in Deutschland stark zunimmt. Etwa 60.000 Patienten müssen derzeit regelmäßig an die künstliche Niere angeschlossen werden.

Verantwortlich dafür sind die älter werdende Bevölkerung, die Zunahme von Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch zu wenig Prävention. Nierenerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Allein in der Bundesrepulik Deutschland leben zurzeit ca. 60.000 Dialysepatienten. Allein im Jahr 2005 gab es 14.358 „Neuzugänge", stellt die Gesellschaft für Nephrologie fest.

Die Gründe für die wachsende Zahl von Nierenerkrankungen liegen einerseits in der demographischen Entwicklung´, andererseits in der explosionsartigen Zunahme von Volkskrankheiten, die in Wechselwirkung zu Nierenkrankheiten stehen, vor allem Diabetes und Bluthochdruck.

Ein weiterer Grund liegt im mangelnden Präventionsverhalten: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werden nicht in Anspruch genommen. Da aber Nierenerkrankungen „stumm", also sehr symptomarm, verlaufen, gehen viele Patienten häufig erst zum Arzt, wenn sie einen Großteil ihrer Nierenfunktion bereits eingebüßt haben. Doch auch im Bereich der ärztlichen Vorsorge sollten Früherkennungsmaßnahmen breiter eingesetzt werden, nach dem Motto "Nicht nur auf Herz, sondern auch auf Niere prüfen". Jeder einzelne ist dazu aufgerufen.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © panthermedia

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