Laut Magazin

Ärztekammer zählt 2200 Behandlungsfehler

Berlin - Immer wieder kommt es zu Patientenbeschwerden wegen vermuteter Behandlungsfehler. Die Ärztekammer bestätigte dies für das Jahr 2013 in 2200 Fällen. Ist zunehmender Stress ein Grund?

Bei den Ärztekammern sind im vergangenen Jahr rund 12.000 Patientenbeschwerden wegen vermuteter Behandlungsfehler eingegangen. Rund 8000 Fälle wurden von den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft weiterbearbeitet - in etwa 2200 Fällen wurde der Verdacht bestätigt, wie das Nachrichtenmagazin Spiegelin seiner neuen Ausgabe berichtet. Das sind etwa so viele Fälle wie im Vorjahr. 2012 hatten die Gutachter in 2280 Fällen eine fehlerhafte Behandlung oder eine mangelnde Risikoaufklärung durch den Arzt bestätigt.

Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery führt die Fehler auf wachsenden Stress zurück. "Seit Jahren steigt die Arbeitsintensität in deutschen Kliniken und Praxen, sagte er dem Spiegel. Lange Arbeitszeiten und ständiger Leistungsdruck erhöhten die Fehlerwahrscheinlichkeit. Daher sei es "bemerkenswert", dass die Zahl der registrierten Behandlungsfehler in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben sei.

Auch die gesetzlichen Krankenkassen prüfen in jedem Jahr Verdachtsfälle: Ihr Medizinischer Dienst hatte 2013 rund 14.600 Gutachten erstellt und dabei knapp 3700 Behandlungsfehler festgestellt. Das waren rund 200 Fälle weniger als im Jahr davor.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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