Chancen und Risiken

So handeln Sie mit Aktien – einfache Tipps für Anfänger

Wie die Jungen die Börse für sich entdecken
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Sparer lohnt sich aufgrund niedriger Zinsen kaum –  das macht den Aktienhandel für viele interessant.

Den Aktienhandel verbinden viele Menschen mit einem hohen Risiko und großen Geldbeträgen. Doch der Kauf von Wertpapieren kann sich auch mit geringem Einsatz lohnen.

Beim Aktienhandel denken viele an chaotische Szenen aus Hollywoodfilmen oder an den großen Börsencrash von 2008. In der Realität sieht der Handel mit Wertpapieren jedoch ganz anders aus. Zwar gibt es die Möglichkeit, risikoreich zu großen Geldbeträgen zu kommen – für Einsteiger und Privatanleger, die auf Nummer sicher gehen wollen, empfehlen sich jedoch langfristige Investitionen. Wir erklären, was Aktienhandel bedeutet und wie Anfänger den Einstieg an der Börse* schaffen. 

Aktien – was ist das überhaupt?

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, die auch Privatpersonen erwerben können. Braucht ein Unternehmen Geld, geht es in vielen Fällen an die Börse. Dort wird sein Grundkapital aufgeteilt – die einzelnen Teile dieses Kapitals werden nun als Aktie verkauft.  Die Person, die die Aktie kauft, heißt Aktionär. Aktionäre können davon profitieren, wenn das Unternehmen Gewinn macht. Sie erhalten eine Gewinnbeteiligung, die sogenannte Dividende. Viele Unternehmen schütten diese einmal jährlich aus, andere quartalsweise. Einige zahlen jedoch auch keine Dividende, so verbraucherzentrale.de.

Erhöht sich der Wert des Unternehmens, etwa durch eine erfolgreiche neue Produktlinie, steigt dessen Aktienkurs. Verkaufen Aktionäre nun ihre Aktien, können Sie Gewinn machen. Vorausgesetzt, dass der Wert des Unternehmens zum Kaufzeitpunkt noch geringer war.

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Aktienhandel: Diese Möglichkeiten gibt es

Beim Aktienhandel gibt es zwei grundsätzliche Modelle. Diese unterscheiden sich anhand ihres Risikos und der Höhe der möglichen Gewinne.

  • Day-Trading die Variante für Erfahrene: Beim Day-Trading geht es nicht darum, zu investieren, sondern um den spekulativen Handel mit Wertpapieren. Die Anleger behalten den Aktienmarkt dabei permanent im Blick. Sie kaufen und verkaufen Aktien und versuchen den Zeitpunkt zu erwischen, an dem sie am meisten Gewinn mit ihnen machen. Diese Art des Aktienhandels ist sehr riskant. Denn auch Experten können oft nur spekulieren, ob der jeweilige Aktienkurs steigt oder fällt. Dafür lassen sich im besten Fall kurzfristige, hohe Gewinne erzielen.
  • Langfristige Investitionen – geeignet für Einsteiger: Bei langfristigen Investitionen behalten Aktionäre ihre Anteile auch bei Kursschwankungen. Dafür kaufen sie bestimmte Aktien oder investieren in einen sogenannten Aktienfonds. Dieser enthält Anteile verschiedener Unternehmen. Das hat den Vorteil, dass das Risiko für Verluste sinkt. Ein Anlagetrend ist der sogenannte ETF-Fond. Mithilfe von Computeralgorithmen zeichnet dieser einen Aktienindex wie den DAX nach. Anleger können ihr Geld sehr breit streuen – und ihr Risiko minimieren.

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Aktienhandel: So kaufen Sie Aktien

Die Zinsen sind niedrig – Geld auf dem Spar- oder Tagesgeldkonto anzusammeln lohnt sich daher heutzutage kaum. Beim Aktienhandel winkt dagegen die Chance auf beträchtliche Gewinne. Wer mit Aktien handeln will, braucht zunächst ein sogenanntes Wertpapierdepot. Dieses können Interessenten bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen. Anschließend können sie vom Depot aus Kauf und Verkauf organisieren. Privatanleger können Aktien nicht direkt an der Börse handeln. Dafür brauchen sie eine Bank oder einen Broker. Um das Finanzielle zu regeln, ist daher zusätzlich zum Depot ein eigenes Trader- bzw. Verrechnungskonto notwendig.

Bereits mit wenig Geld können Anleger in Aktien investieren. Deren Preis wird beispielsweise durch Angebot und Nachfrage reguliert. Letztendlich bleibt beim Aktienhandel jedoch ein gewisses Risiko. Es besteht immer die Gefahr des Wertverlusts oder eines Börsencrashs. Daher ist es sinnvoll, nur Geld zu investieren, das nicht unmittelbar benötigt wird. (lw) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: dpa, focus.de, t-online.de

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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