So gut wie noch nie: Sam Fisher ist zurück

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Rrrrrummms! Das neue Splinter Cell: Conviction ist deutlich actionlastiger als seine Vorgänger.

Montreal - Der härteste Hund der Videospiel-Welt ist zurück. Und er sinnt auf Rache. In Splinter Cell: Conviction geht Sam Fisher wieder auf Terroristenjagd. Test mit Screenshots!

Hinter Splinter Cell: Conviction liegt eine lange Entwicklungszeit von über vier Jahren. Doch das Warten hat sich ausgezahlt: Das neue Abenteuer mit Sam Fisher erfindet nicht nur die Splinter-Cell-Serie neu, sondern verpasst dem ganzen Genre der Stealth-Action eine Frischzellenkur.

Ab sofort schleicht man nicht mehr nur hinter Schatten und Gegenstände und wartet minutenlang, bis die Gegner einem den Rücken zudrehen. Bei Splinter Cell: Conviction dreht sich alles um rasante Action und schnelle Angriffe. Sam schießt schneller, öfter und schärfer. Seine Nahkampfangriffe wirken ähnlich rasant wie in Batman: Arkham Asylum. 

Story

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So wird das neue Splinter Cell: Conviction

Die Handlung knüpft nahtlos an Splinter Cell: Double Agent an. Nach dem tragischen Tod seiner Tochter Sarah hat Sam Fisher sich vom Geheimdienst „Third Echelon“ abgewandt, in dessen Diensten er bislang kämpfte. Schnell findet Sam heraus, dass der Tod seiner Tochter kein Unfall, sondern ein Mordkomplott war – und er gerät zwischen die Fronten von Verbrechern und Agenten. Höhepunkt der Dramatik: Ein Terroranschlag bedroht die USA. Die Rettung liegt allein in den Händen des verbitterten Einzelkämpfers Sam Fisher.

Gameplay

Im Gegensatz zu den Vorgängern ist Conviction schneller, härter und actionlastiger. Das Spiel ist zu einem richtigen Stealth-Shooter geworden, bei dem weit mehr geballert wird als bisher. Das Gameplay läuft meist nach dem Motto: Anschleichen, Angreifen und Ausschalten. Die Entwickler haben das Spieltempo merklich beschleunigt. Das aus den Vorgängern bekannte Verstecken von Leichen oder das Aufbrechen von Schlössern wurde komplett gestrichen. Was dem Spielfluß nur gut tut.

Screenshots aus Splinter Cell: Conviction

Fotostrecke

Vor allem an den Schleichpassagen wurde ordentlich gefeilt: Bislang konnte man an (relativ ungenauen) Anzeigen ablesen, ob Sam von seinen Feinden entdeckt wird. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei. Wenn Sam in Splinter Cell: Conviction aus dem Blickfeld der Feinde verschwindet, wird das Bild schwarz-weiß. Sobald Sam seine Deckung verlässt, wechselt das Spiel wieder in den Farbmodus.

Wenn man von den Gegner entdeckt wird, und mit einem Sprung in die Dunkelheit wieder verschwindet, erscheint eine weiße Silhouette, die zeigt, wo die Bösen Sam zuletzt gesehen haben. Mit ein bisschen Taktik kann man die Feinde somit dorthin locken, wo man sie haben will und sie unkompliziert ausschalten.

Hilfreich ist auch die neue Funktion „Markieren und Eliminieren“: Per Knopfdruck markiert man im Kampf mehrere Gegner, um sie dann mit einem einzigen Knopfdruck allesamt auszuschalten. Dieses Extra erweist sich als besonders nützlich, wenn Sam mal wieder einer feindlichen Übermacht gegenübersteht. Zusammen mit dem vorhin erwähnten Batman: Arkham Asylum bietet Splinter Cell: Conviction das derzeit lässigste Nahkampfsystem auf dem Spielemarkt.

Neu sind auch die brutalen Verhörmethoden, mit denen Sam die Bösen zum Auspacken bringt. Da fliegt schon mal jemand mit dem Kopf voraus ins Pissoir oder wird mit der US-Fahne verkloppt.

Cooles und innovatives Feature: Rückblenden in Form von Filmszenen sowie Missionsziele (etwa der Schriftzug „Finden Sie den Wissenschaftler!“) werden neuerdings an die Wand projiziert.

Mehrspieler

Neben der Story-Kampagne bietet Splinter Cell: Conviction auch einen Mehrspieler- und einen Koop-Modus, wovon besonders letzterer überzeugt.

Im Coop-Mouds geht man zu zweit per Splitscreen auf die Terroristenjagd.

Dabei kann man sich in den Rollen der Agenten Archer oder Kestrel ins Gefecht stürzen. Archer gehört wie ehedem Sam Fisher zum Geheimdienst „Third Echelon“, Kestrel steht im Dienst der russischen Voron-Truppe. Im Koop-Mouds kann wahlweise online über Xbox-Live gespielt werden, über System-Link oder per Splitscreen. Wer bereits den Story-Modus hinter sich gebracht hat, darf gleich auf die frei gespielten Fortschritte und Waffen zurückgreifen.

Fazit

Mit „Conviction“ erlebt die „Splinter Cell“-Serie eine Wiedergeburt. Das Gameplay ist temporeicher, die Aufmachung wirkt stylisher und der Schwierigkeitsgrad wurde merklich heruntergeschraubt. Das Spiel ist derzeit die absolute Referenz im Bereich der Stealth-Action. Nur für Kinder und Jugendliche ist die Terroristenhatz nicht geeignet. Das neue Splinter Cell ist daher erst ab 18 Jahren zu haben.

Genre: Stealth-Action

Hersteller: Ubisoft

Für: XBox 360 und PC

Altersfreigabe: Ab 18 Jahren

fro

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