Nach Streetview kommt Streetside 

Unterschleißheim - Nach Google Street View hat auch Microsoft einen eigenen Panorama-Kartendienst in Deutschland angekündigt. “Bing Maps Streetside“ soll ab Sommer online gehen und den Nutzern virtuelle Spaziergänge ermöglichen.

Ab dem 9. Mai werden mit Kameras bestückte Autos für hochauflösende Aufnahmen zunächst durch Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg fahren. Über eine Website, die am kommenden Freitag freigeschaltet wird, können sich Nutzer unter anderem über die genauen Fahrpläne der Autos informieren. Unter der Internet-Adresse http://www.microsoft.com/maps/de-DE/streetside.aspx will Microsoft ab Freitag (8. April) darüber hinaus umfangreiche Informationen für Hausbesitzer, Mieter und Geschäftsinhaber veröffentlichen.

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Sobald das Kartenmaterial veröffentlicht ist, können Nutzer Widerspruch einlegen zum Beispiel gegen die Darstellung des eigenen Wohnhauses. Das Widerspruchsverfahren soll besonders einfach verlaufen. Lediglich die Angabe des genauen Ortes und des Namens sei dafür erforderlich, sagte Microsoft-Manager Olivier Blanchard. Die entsprechenden Aufnahmen sollen dann binnen 48 Stunden unkenntlich gemacht werden. Zudem soll gemeinsam mit anderen Unternehmen der Internet- und IT-Industrie eine zentrale Informationsseite eingerichtet werden, wo sich dann für die einzelnen Angebote entsprechende Links für Informationen sowie möglichen Widerspruch finden werden.

Alternativ werde an einer Lösung gearbeitet, auch offline Widerspruch einzulegen, erklärte Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner. Einzelheiten dazu stünden aber noch nicht fest. Bei Googles Street View hatten Datenschützer in Deutschland darauf gedrungen, dass ein Widerspruch noch vor Veröffentlichung der Bilder möglich sein müsse. Knapp zwei Prozent der Haushalte in den ersten 20 Städten hatten bis Oktober 2010 noch vor Freischaltung des Google-Dienstes darauf bestanden, dass ihre Wohn- oder Geschäftshäuser unkenntlich gemacht werden. Einmal verpixelt lassen sich die Bilder allerdings nachträglich nicht mehr scharf stellen.

dpa

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