Dia-Digitalisierung: Stets in höchster Qualität scannen

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Dias kann man über einen Scanservice digitalisieren. Dabei sollte man darauf achten, welcher Dateityp und welche Farbtiefe genutzt wird. Foto: Jens Schierenbeck

Der Zahn der Zeit nagt unerbittlich an Dias und Negativen. Direkt aufhalten lässt sich dieser Prozess nicht. Aber Fotofreunde können ihre Schätze scannen und so digital konservieren. Der Scanner daheim kommt dafür aber eher nicht infrage.

Hannover (dpa/tmn) - Foto-Negative und Dias weisen bereits nach zehn Jahren Ausbleichungen und Farbstiche auf. Bei vielen Hobbyfotografen dürfte eine Digitalisierung also schon längst überfällig sein.

Allerdings sind hochwertige Ergebnisse kein Kinderspiel, berichtet das "c't"-Magazin (Ausgabe 12/15). Selbst wer einen Flachbettscanner mit Durchlichteinheit besitzt, kann bei weitem nicht die gleichen Ergebnisse erreichen wie Anbieter, die spezielle Film-Scanner einsetzen. Da diese Dienstleistung vergleichsweise kostspielig ist, sollte man seine Originale stets in höchstmöglicher Auflösung und Farbtiefe sowie in bester Qualität scannen lassen, raten die Experten. Unter http://find-a-scanservice.de/ findet sich eine Branchenübersicht von Dienstleistern.

Da nicht alle Dienstleister selbst scannen, sondern zum Teil das eingereichte Material an Großlabore weiterreichen, sollte man sich vorher danach erkundigen, raten die Expeten. Denn nicht jeder möchte seine vielleicht wertvollen Dias oder Negative auf unnötige Postwege schicken oder in mehr fremden Händen als notwendig sehen.

Idealerweise achtet man den Angaben zufolge darauf, dass der Scan-Anbieter unkomprimierte TIFF-Dateien mit insgesamt 48 Bit Farbtiefe beziehungsweise 16 Bit Farbtiefe pro Kanal ausgibt - auch wenn das unter Umständen mehr kostet. Gering aufgelöste und komprimierte JPEG-Dateien mit 24 Bit Farbtiefe ordert man besser nicht.

Die meisten Dienstleister senden das Material den Erfahrungen der Experten nach binnen einer Woche zurück - meist auf DVD, denn ein Scan mit 4000 dpi ist als 48-Bit-TIFF 120 Megabyte groß. Die Preisunterschiede sind den Angaben zufolge gewaltig: Für testweise bei sieben Anbietern eingereichte 6 Dias und 30 Negative wurden zwischen 17 und mehr als 70 Euro fällig.

Obwohl die meisten Anbieter die gleiche Hardware zum Scannen einsetzen, unterscheiden sich die Ergebnisse erheblich voneinander, so die Experten. Das liege auch daran, wie gut oder schlecht manuell nachbearbeitet wird. Aber selbst der schlechteste Anbieter liefere bessere Bilder zurück, als sie mit einem Flachbettscanner daheim entstehen könnten. Bevor man gleich einen ganzen Satz Filme zum Scannen gibt, sollte man dem ausgewählten Dienstleister erst einmal einige wenige Dias und Negativstreifen schicken und prüfen, ob die Ergebnisse den eigenen Ansprüchen genügen.

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