Gastronomen kämpfen um Existenz

Nach Coronavirus-Krise: So will der McDonalds-Chef die Gastronomie retten

McDonalds-Chef Holger Beeck hat eine Idee, wie der Gastronomie aus der Coronavirus-Krise geholfen werden kann.
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McDonalds-Chef Holger Beeck hat eine Idee, wie der Gastronomie aus der Coronavirus-Krise geholfen werden kann.

Restaurants sollen wegen der Coronavirus-Krise vorerst geschlossen bleiben. McDonalds-Chef Holger Beeck legte nun einen Plan vor, wie die Gastronomie gerettet werden könnte. 

  • Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 15. April sollen Restaurants vorerst geschlossen bleiben.
  • McDonalds-Chef Holger Beeck warnt davor, Gastronomen jetzt zu vernachlässigen.
  • Der Unternehmer legte einen Plan vor, wie man Gastronomen aus der Coronavirus-Krise helfen könne.

Dortmund/NRW - Während am Montag (20. April) die ersten Geschäfte im Einzelhandel ihre Türen wieder öffnen dürfen, müssen Restaurants aufgrund der Coronavirus-Pandemie* weiterhin geschlossen bleiben. Ein herber Rückschlag für viele Gastronomen, die derzeit um ihre Existenz kämpfen. 

Gastronomie in der Coronavirus-Krise: Auch McDonalds verzeichnet Geschäftseinbrüche

Auch Holger Beeck, Vorstandsvorsitzender von McDonalds Deutschland, kann die Frustration bei Deutschlands Gastronomen nachvollziehen, berichtet RUHR24.de*. Der weltgrößte Fast-Food-Konzern hat wegen des Coronavirus* ebenfalls einen heftigen Geschäftseinbruch erlitten. 

Im März fielen die Erträge von McDonalds* weltweit im Vergleich zum Vorjahreswert um gut 22 Prozent. Das teilte der Fast-Food-Konzern in der vergangenen Woche mit. McDonalds musste zahlreiche Restaurants vorübergehend schließen und baut derzeit vor allem auf die Drive-In-Möglichkeit

Holger Beeck: McDonalds spürt Auswirkungen des Coronavirus massiv

McDonalds-Chef Holger Beeck über die Einbußen der Gastronomie aufgrund des Coronavirus: "Das gilt natürlich auch für McDonalds und seine Franchise-Nehmer, die als selbstständige Unternehmer vor Ort die Auswirkungen sehr massiv spüren", so der Unternehmer.

McDonalds Deutschland und seine Franchise-Nehmer beschäftigen in rund 1.500 Restaurants insgesamt mehr als 60.000 Mitarbeiter. Die etwa 230 Franchise-Nehmer agieren dabei als eigenständige Unternehmer.

Nach Coronavirus: Kann Senkung der Mehrwertsteuer Gastronomen aus der Krise retten?

In einem Interview mit der Magdeburger Volksstimme schlägt McDonalds-Chef Holger Beeck deshalb nun eine Lösung vor, um Deutschlands Gastronomie nach der Coronavirus-Krise zu retten. 

Der Vorstandsvorsitzende von McDonalds Deutschland spricht sich dafür aus "zum Erhalt einer breit gefächerten Gastronomielandschaft, die Mehrwertsteuer für die nächsten fünf Jahre auf einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent festzulegen." 

Bisher wurden Speisen, die in einem Lokal verzehrt wurden, mit dem allgemeinen Steuersatz von 19 Prozent besteuert. 

McDonalds-Chef Holger Beeck: Kleine Restaurants werden es nach der Coronavirus-Krise besonders schwer haben

McDonalds-Chef Holger Beeck glaubt, dass Restaurant-Betreiber, die vor der Krise nur mit Mühe Profite erzielen konnten, sich jetzt während der Coronavirus-Krise mit zusätzlichen Krediten über Wasser halten. Diese werden es nach der Krise besonders schwer haben, wieder auf die Beine zu kommen. 

Durch die Senkung der Mehrwertsteuer könnte eben diesen Restaurant-Betreibern neue Hoffnung gegeben werden, sich wieder von der Coronavirus-Krise erholen zu können. 

Der TV-Koch Frank Rosin hat sich zudem in einem Brief an die Bundesregierung gewandt und einen achtsamen Neustart für Restaurants gefordert. 

McDonalds-Chef warnt vor Zeit nach Coronavirus: Gesundheitssystem kann nur stark sein, wenn Wirtschaft erfolgreich ist

Holger Beeck warnt eindringlich davor, die Gastronomie auf dem Weg aus der Coronavirus-Krise zu vernachlässigen: "Ich kann die Entscheidung der Politik nachvollziehen, letztlich geht es hier um Gesundheit und auch Menschenleben", wird der Unternehmer von der Magdeburger Volksstimme zitiert.

Auch McDonalds leidet unter den Restaurant-Schließungen aufgrund des Coronavirus.

Doch der Unternehmer mahnt auch: "Allerdings braucht es auch eine erfolgreiche Wirtschaft für die Finanzierung eines starken Gesundheitssystems."

Video: Gastro-Mitarbeiter wegen Coronavirus in die Landwirtschaft?

Coronavirus in Dortmund: BVB organisiert Hilfsaktion für Gastronomen

In Dortmund hat der Verein Borussia Dortmund vor kurzem ebenfalls eine Idee präsentiert, um Gastronomen aus der Krise zu helfen: Im Rahmen einer Hilfsaktion für Fußballkneipen, die derzeit ebenfalls geschlossen sind, hat Borussia Dortmund einen "digitalen Spieltag" organisiert*. 

"Die Idee ist, dass unsere Fans am digitalen Spieltag ein bisschen von dem Geld, das sie normalerweise für die Wurst, ihr Bier oder den Kaffee vor oder nach dem Spiel gezahlt hätten, einfach direkt an den jeweiligen Betrieb spenden", erklärt Borussia Dortmunds Geschäftsführer Carsten Cramer (51). 

Insgesamt sind am "digitalenSpieltag" 73.611 Euro für insgesamt 86 Gastronomiebetriebe, die aktuell geschlossen haben, zusammengekommen.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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