Liebesleben in Zeiten von Covid-19

Coronavirus als ernste Beziehungsprobe: Wie Paare Isolation und Pandemie gemeinsam überstehen

Die Coronavirus-Krise ist auch eine Herausforderung für Liebespaare. Als Single oder in einer Beziehung - es gibt Möglichkeiten, die Krise zu bewältigen.

  • Die Ausbreitung von Covid-19 ist auch für Beziehungen ein Ausnahmezustand. 
  • Unter anderem sollen Beziehungs-Apps Abhilfe für Paare in der Coronavirus-Krise* schaffen. 
  • So können Singles, Paare in einer Fernbeziehung oder zusammenlebend die Krise überstehen. 

Dortmund - Das Coronavirus hat Auswirkungen auf alle Lebenslagen: So stellt der neuartige Erreger nicht nur das Gesundheitswesen oder die Wirtschaft, sondern auch Paare und Familien vor neue Herausforderungen. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Beziehungen die Härteprobe überstehen können, berichtet RUHR24.de*. 

Trotz Coronavirus die Zeit als Single oder Paar überstehen 

Singles verzichten auf Dates, Paare hocken zu Hause aufeinander und Fernbeziehungen sind wegen des Coronavirus unweigerlich auf unbestimmte Zeit getrennt. Um diese Ausnahmesituation möglichst unbehelligt zu überstehen, gibt es zum Glück Möglichkeiten.

Besonders Singles sind in Zeiten der Isolation besonders hart getroffen. Dates fallen in der nächsten Zeit erst einmal flach und auch Treffen mit dem Freundeskreis sind nicht zu empfehlen. 

Dates trotz Coronavirus-Krise: Bitte nur virtuell 

Das soll aber kein Grund sein, den Kopf hängenzulassen. Dating-Apps wie Tinder und Co. sind weiterhin erreichbar, sodass niemand unter Liebesentzug leiden muss. Allerdings weisen die Macher, die hinter Tinder stecken, darauf hin, dass die Gesundheit derzeit an erster Stelle steht und Dates erst mal verschoben werden sollten. 

Kein Problem! Ein Glück leben wir in einer modernen Welt, in der man sich treffen kann, ohne sich zu treffen. Und die Geschichte vom ersten Date per Video-Chat ist doch super romantisch - davon kann man noch den Ekeln erzählen. 

Coronavirus-Krise: Mehr Zeit für sich selbst 

Natürlich können sich Singles gerade in der Coronavirus-Zeit mehr auf sich selbst konzentrieren. Endlich genug Zeit für den Frühjahrsputz*, das Home-Workout, aufgeschobene Hausarbeiten oder für den Job im Homeoffice*. 

Wer alleine lebt, wird nach der Coronavirus-Zeit vermutlich aus einer strahlend reinen Wohnung raus ins Licht treten und ist bereit für neue Dates. Menschen die in WGs leben, können wieder mehr Zeit mit den Mitbewohnern verbringen. Das sind doch gar keine so schlechte Aussichten. 

Wegen Coronavirus: Liebesentzug in Fernbeziehungen 

Paare, die in einer Fernbeziehung leben, stehen derzeit vor einer extremen Zerreißprobe. Sie können sich in der nächsten Zeit wahrscheinlich nur virtuell sehen. 

Liebesentzug - und das auf unbestimmte Zeit. Einige Beziehungen könnten daran zerbrechen, andere gehen gestärkt aus dieser Krise hervor. 

In der Beziehung auf andere Gedanken kommen - das hilft in der Coronavirus-Zeit 

Damit die Fernbeziehung in der Krisen-Zeit nicht den Bach hinuntergeht, sollte regelmäßiger Kontakt gehalten werden - klar. Dazu können gemeinsame Rituale auch auf Distanz eingeführt werden, wie das tägliche Gute-Nacht-Sagen. 

Außerdem kann es in der Coronavirus-Zeit helfen, gemeinsam auf andere Gedanken zu kommen. Beispielsweise kann es aufmuntern, zusammen Pläne für die Zukunft zu schmieden. Vielleicht der gemeinsame Urlaub im nächsten Jahr oder die gemeinsame Wohnung.

Besonders wichtig ist aber - so wie in jeder Beziehung - Offenheit. Es ist wichtig über die Gefühle oder vielleicht auch über Ängste zu sprechen. 

Klare Absprachen in der Beziehung - Kommunikation ist der Schlüssel 

Paare, die zusammenleben, haben jetzt genau das gegenteilige Problem. Sie hocken den ganzen Tag gemeinsam in der Bude und gehen sich gegenseitig auf die Nerven. Das kann anstrengend sein. Auch hier ist Kommunikation der Schlüssel für glückliche Paare

Wenn beide im Homeoffice am Küchentisch sitzen und dann noch am selben Tisch zu Abend essen, kann einem der andere schnell zu viel werden. Damit das nicht passiert, sollten klare Absprachen getroffen werden. 

Übrigens: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist das neue Semester an den Universitäten digital gestartet. Diese fünf Tipps helfen beim Semesterstart daheim. 

Wer viel zusammen ist, sollte auch Zeit alleine verbringen 

Wer arbeitet wann wo, wie sieht die gemeinsame Freizeit aus, wer braucht wann Zeit für sich? Diese Absprachen helfen, sich in der Wohnung nicht gegenseitig an die Gurgel zu gehen. 

Denn natürlich ist die gemeinsame Zeit schön und romantisch, aber jeder - und das ist ganz normal - braucht auch mal Zeit für sich. Zum Durchatmen, zum Reflektieren. Wenn der Partner diese Zeit einfordert, sollte sich niemand auf den Schlips getreten fühlen. Vielmehr sollte man die gewonnene Zeit wiederum für sich selbst nutzen. 

Coronavirus-Zeit nutzen, um an der Beziehung zu arbeiten 

Aber auch gemeinsame Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände sollten weiterhin verfolgt werden. Bei einem Spaziergang frische Luft schnappen ist - noch - kein Verbrechen. Auch gemeinsames Joggen tut Körper, Geist und Beziehung gut. 

Wer die neugewonnene Zeit nutzen möchte, um seine Beziehung auf das nächste Level zu heben, kann auch aktiv an ihr arbeiten. Genau für diesen Zweck gibt es sogar eigene Apps

Ein Ausflug an die frische Luft ist in Zeiten des Coronavirus (noch) nicht verboten und tut der Beziehung gut.

In der Beziehung während der Coronavirus-Zeit Punkte sammeln 

Apps wie die englischsprachige Anwendung Happy Couple oder die aus der Schweiz stammende App Pairfect sollen Paare - egal ob zusammenlebend oder in einer Fernbeziehung - näher zusammenbringen. Happy Couple ist eine Art Beziehungsquiz, das aus 1200 Fragen besteht. 

Die Antworten sollen zeigen wie gut sich die Partner eigentlich kennen. Für Übereinstimmungen gibt es Punkte und man kann sogar Level aufsteigen. 

Auch in der Coronavirus-Zeit: Wertschätzung ist das Geheimnis 

Das kann die Beziehung pflegen, zumindest wenn alles in Takt ist. Wenn es bereits kriselt, kann das der Herd für neue Streitereien sein. "Je angespannter die Beziehung und je geringer die Bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen, desto schwieriger wird es", sagt Paartherapeut David Wilchfort gegenüber der Süddeutschen Zeitung. 

Der Paartherapeut forscht seit Jahren an dem Geheimnis einer glücklichen Beziehung. Er ist der Meinung, dass solche Apps spielerisch die Kommunikation in einer Beziehung fördern können. Das Geheimnis einer glücklichen Beziehung? Laut Wiechert: Wertschätzung. "Es ist sinnlos, Schlechtes zu verurteilen. Es geht darum, Gutes hervorzuheben." 

Coronavirus-Zeit ist eine extreme Belastung für Paare 

Auch die App Pairfect möchte in der Coronavirus-Zeit Paare dabei unterstützen, zusammenzuwachsen, statt sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Beziehungen werden in der aktuellen Phase auf eine extreme Probe gestellt", so Prof. Dr. Rainer Banse von der Universität Bonn. 

Aber Paare hätten auch die Chance gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. "Beziehungspflege, besonders durch Kommunikation und Wertschätzung des Partners ist in den kommenden Wochen unerlässlich.", so weiter Prof. Dr. Banse, der die App Pairfect wissenschaftlich begleitet. 

Neue Impulse: Ja - Beziehungsretter: Nein 

Die App soll neue Impulse für die Beziehung geben und stellt den Paaren kleine Aufgaben, die neuen Schwung in die Bude bringen sollen. Solche und andere Apps sind kleine Helfer, die die Kommunikation in Beziehungen erleichtern können. Ist eine Beziehung allerdings schon am Ende, helfen auch keine Apps mehr. In akut schwierigen Phasen sind wohl Gespräche das beste Heilmittel. mai

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Jan-Philipp Strobel/dpa, Center for Disease Control/Planet Pix; Collage: RUHR24

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