BGH-Urteil

Versicherungsschutz trotz Fahrerflucht

Karlsruhe - Wer nach einem Unfall nicht unverzüglich die Polizei oder den Geschädigten informiert, verliert deshalb nicht automatisch die Ansprüche aus der Kaskoversicherung.

Unter Umständen kann es ausreichen, wenn der Fahrer seiner Versicherung rechtzeitig Bescheid gibt, entschied der Bundesgerichtshof in einem am Mittwoch verkündeten Urteil (Az. IV ZR 97/11).

Selbst wenn sich der Fahrer wegen „unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ strafbar gemacht habe, führe das nicht in jedem Fall dazu, dass die Versicherung nicht zahlen müsse, erklärte der BGH. Im konkreten Fall ging es um einen Autofahrer, der zwar nach dem Unfall angemessen gewartet, sich später aber nicht bei der Polizei oder dem Geschädigten gemeldet hatte.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare