Suzuki Kizashi: Prädikat wertvoll

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Suzuki wagt sich mit dem Kizashi auf neues Terrain.

Suzuki hat bislang vornehmlich kleine Brötchen gebacken. Allrader und Minis waren die Domäne des japanischen Herstellers, der sich mit dem Kizashi nun auf neues Terrain wagt.

Ausgerechnet in die von deutschen Platzhirschen dominierte Mittelklasse zielt der Fronttriebler und wuchert dort mit erstaunlichen Pfunden: einer kompletten Luxus-Ausstattung zum attraktiven Preis.

Stufenheck-Limousinen gelten nicht gerade als Verkaufsschlager, sie sind als Hutautos verpönt. Der Heppenheimer steht jedoch dank kurzer Überhänge, Coupé-Silhouette, zweiflutiger Auspuffanlage mit Trapez-Endrohren und satten 18-Zöllern unter kraftvoll ausgestellten Radhäusern für eine gewisse Sportlichkeit und kann Vorbehalte schnell ausräumen.

Suzuki Kizashi

Hubraum: 2.398 ccm

Leistung: 131 kW/178 PS

0-100 km/h: 7,8s

Spitze: 215 km/h

VErbrauch: 7,9 l/100 km

CO2-Emission: 183 g/km

Preis: ab 26.990 Euro

Natürlich hat der 4,65 Meter lange Kizashi auch ein Herz für Hüte, noch beeindruckender sind aber weitere Annehmlichkeiten, die es serienmäßig im Rundum-sorglos-Paket gibt. Beginnend beim schlüssellosen Zugangssystem über die elektrisch verstellbaren und beheizten Ledersitze bis hin zum satten Klang der Audioanlage mit Freisprecheinrichtung. Obendrauf gibt es unter anderem Klimaautomatik und Glasschiebedach, geteilt umklappbare Rücksitzlehnen als stille Reserve für den 461 Liter großen Kofferraum, Einparkhilfe, sieben Airbags, Regen- und Lichtsensor sowie Xenon-Scheinwerfer. Wie ein Billigheimer wirkt der Suzuki dennoch nicht, sondern ausgereift, solide und sauber verarbeitet.

Suzuki Kizashi

Gediegen reist man im großzügigen Innenraum, in den kaum Fahrtgeräusche dringen. Sowohl auf den vorderen Plätzen, deren bequeme Polster vielfach elektrisch verstellbar sind, als auch im Fond gibt es genügend Freiraum für groß gewachsene Menschen. Schwarzer Kunststoff und Chrom sind geschmackvoll abgestimmt und harmonieren gut mit der Lederausstattung. Ein aufgeräumtes Cockpit erleichtert das Autofahrerdasein, nur die Skalen von Tachometer und Drehzahlmesser sind etwas zu verspielt.

Suzuki Kizashi

Nicht ganz auf der Höhe der Zeit bewegt sich der Durst des laufruhigen 2,4-Liter-Vierzylinders. Knapp zehn Liter waren auf 100 Kilometer fällig, obwohl der Antrieb des Kizashi eher zu gelassenem Gleiten, denn zu sportlicher Fahrt animiert. Mit dem straffen Fahrwerk wären mehr Dynamik möglich, dem es nur bei Querfugen an Souveränität mangelt. Eine Start-Stopp-Automatik fehlt dem Japaner leider, aber sonst lässt er kaum einen Wunsch offen. Suzuki hat ein attraktives Päckchen geschnürt. Das muss sich jetzt nur noch herumsprechen.

Von Carsten Müller

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