Strafen für Alkoholsünder

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Nach dem Atemtest kommt die Blutuntersuchung: Die Alkoholkonzentration im Blut hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gewicht, Geschlecht und Tagesform ab.

Hamburg -  Wer sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer setzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Der Bußgeldkatalog des Straßenverkehrsgesetzes sieht gestaffelte Regelsätze und Fahrverbote vor.

O,5 Promille Grenze

Wer zum ersten Mal mit mehr als 0,5 Promille erwischt wird, muss für einen Monat den Führerschein abgeben und 500 Euro zahlen. Dieser Regelsatz erhört sich bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auf 600 und bei einem Unfall mit Sachbeschädigung auf 720 Euro.

  • Bei “Wiederholungstätern“ beträgt das Fahrverbot drei Monate. Wer zum zweiten Mal erwischt wird, muss zudem 1000 Euro zahlen, jeder weitere Verstoß kostet jeweils 1500 Euro.
  • Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren gilt eine Null-Promille-Grenze. Bereits wer sich mit geringen Alkoholspuren im Blut ans Steuer setzt, muss 250 Euro zahlen.

Ab 1,1 Promille absolut fahruntüchtig 

Als absolut fahruntüchtig gilt, wer mit mehr als 1,1 Promille ins Auto steigt. Das Strafgesetzbuch sieht in jedem Fall den Entzug des Führerscheins und sieben Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei vor.

  • Wird bei der Alkoholfahrt niemand gefährdet, reicht das Strafmaß von einer Geldstrafe bis zu einem Jahr Gefängnis. Je nach Höhe des Promillewertes variiert die Geldstrafe zwischen 40 und 60 Tagessätzen, der Führerschein ist für sechs bis zwölf Monate weg.
  • Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, sind Geldstrafen mit bis zu 100 Tagessätzen oder bis zu fünf Jahre Gefängnis vorgesehen. Der Führerschein wird für mehr als ein Jahr einkassiert.
    • Diese Strafen - bis hin zum mehrjährigen Freiheitsentzug - können auch schon bei Werten ab 0,3 Promille drohen. Das ist dann der Fall, wenn der Fahrer durch “alkoholtypische Ausfallerscheinungen“ wie Lallen oder Schwanken auffällt (relative Fahruntüchtigkeit).

Wer mehrfach betrunken am Steuer erwischt wird, muss sich zudem in einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung überprüfen lassen, dem sogenannten Idiotentest. Bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille und mehr reicht bereits eine Fahrt, damit man zur “Prüfung der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges“ verdonnert wird.

dpa

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