ADAC erklärt, was möglich ist

Parkscheibe: Darf man die Parkdauer nachträglich verlängern?

Wie stellt man die Parkscheibe richtig ein? Und darf man die Parkdauer nachträglich verlängern? Immer wieder sorgt die blau-weiße Scheibe für Ungereimtheiten.

Freie Parkplätze sind mancherorts rar. Vor Ablauf der Höchstparkdauer zurück zum Auto zu gehen, um die Parkscheibe weiterzudrehen, mag da verlockend klingen. Doch das ist verboten, sagt der ADAC.

Parkzeit überschritten – Strafzettel von 10 bis 30 Euro

Auch das Auto einmal vor- und zurückzufahren, leitet keinen erforderlichen neuen Parkvorgang ein. Man muss dazu raus aus der Lücke, um anderen tatsächlich die Chance zu geben, dort einzuparken. Wer die erlaubte Parkzeit überschreitet, muss mit Knöllchen* zwischen zehn und 30 Euro rechnen.

Lesen sie zudem: Sind Parkausweis oder Parkscheibe im eingeschneiten Auto gültig oder droht ein Strafzettel?

Parkscheibe auf Strich der nächsten halben Stunde einstellen

Die Parkscheibe müssen Autofahrer immer auf den Strich der nächsten halben Stunde nach Ankunft einstellen. Beispiel: Wer 17.05 Uhr das Auto abstellt, dreht auf 17.30 Uhr. Alles andere sei falsch und kann ab zehn Euro kosten, so der Autoclub.

Lesen Sie zudem: Ärgerlich: Strafzettel am Supermarktparkplatz – Geldstrafe von bis zu 30 Euro überhaupt gültig?

Handgeschriebene Zettel statt Parkscheibe gelten nicht

Die Parkscheibe muss gut sichtbar im Auto liegen, etwa auf dem Armaturenbrett. Sie muss blau-weiß, elf Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch sein. Ansonsten sind zehn Euro fällig. Handgeschriebene Zettel als Ersatz gelten nicht.

Spezielle elektronische Parkscheiben mit Typprüfung sind allerdings erlaubt. Dort läuft die Zeit nicht mit, das wäre illegal. Sondern sie zeigen beim Abstellen des Motors den Beginn der Parkzeit automatisch an. Auch Motorradfahrer müssen übrigens eine Parkscheibe nutzen. Tipp: Scheibe lochen und mit Kabelbinder an der Maschine befestigen. (dpa/ahu)*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

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