Mehr als ein Geheimtipp

Der Mazda CX-30 ist ein Muster an Laufruhe

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Der CX-30 ist der neueste Kompakt-SUV von Mazda.

Mazda hat mit dem CX-30 einen neuen Kompakt-SUV auf den Markt gebracht, der durchaus mit den Besten mithalten kann. Wir haben ihn getestet.

Kompakt-SUV's gibt's viele. Immer mehr. Der Boom hält an. Da ist es nicht leicht für die Hersteller, sich in der Masse zu behaupten. Mazda hat nun mit dem CX-30 einen Neuling auf den deutschen Markt gebracht, der jede Menge Potenzial mitbringt. Der SUV-Bruder des Mazda 3 kann durchaus mit den Besten mithalten, was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft.

Diese Varianten des Mazda CX-30 gibt es

In der Basis-Variante Skyactive-G mit 122-PS-Benziner kostet der Japaner ab 24.290 Euro. Darüber gibt es den stärkeren 180-PS-Benziner Skyactive-X (26.790 Euro) und den 116-PS-Diesel Skyactive-D (26.590 Euro). Alle Modelle sind bereits serienmäßig sehr gut ausgestattet und können auch in puncto Qualität und Verarbeitung überzeugen. Mit seiner Länge von 4,40 Metern liegt der CX-30 zwischen CX-3 und CX-5. Wir haben den "kleinen" 122-PS-Hybrid-Saugmotor Skyactive-G getestet, der für den Alltag absolut ausreicht.

So fährt sich der Mazda CX-30

Der Vierzylinder ist ein Muster an Laufruhe, absolut vibrationsarm, mitunter fast so leise wie ein E-Motor. Auf der Autobahn wirkt er bei Überholvorgängen zwar mitunter etwas behäbig, speziell in höheren Gängen, weshalb man mit der knackig funktionierenden manuellen Sechsgang-Schaltung an Steigungen mitunter zurückschalten muss. In der Stadt ist das Zweiliter-Aggregat aber flott und agil. Wer öfter längere Reisen unternimmt, sollte daher auf die optionale Sechs-Gang-Automatik (2.000 Euro) zurückgreifen. Unser Testverbrauch des Euro6d-Benziners lag bei gut sieben Litern. Der Tankinhalt beträgt 51 Liter.

Der Wagen fährt sich insgesamt sehr entspannt. Die Straßenlage ist sicher und komfortabel, es rumpelt nichts, der Mazda CX-30 scheint in sich zu ruhen. Die leichtgängige Lenkung spricht in Kurven direkter an, wodurch der CX-30 an Agilität gewinnt. Die Rundumsicht ist okay, trotz der recht flachen seitlichen Rückfenster.

Ebenfalls spannend: Auch ein Luxus-Sportler wie das BMW M850i Cabrio hat es nicht leicht.

Mazda CX-30: Was hat der Innenraum zu bieten?

Im Innenraum stehen an Radstand 2,66 Meter zur Verfügung. Damit liegt der Japaner fast auf Augenhöhe mit Klassen-Bestseller VW Tiguan (2,68 Meter). Auf der Rücksitzbank ist zwar nicht üppig Platz, aber auf den beiden Außensitzen reist es sich schon bequem. Im schmalen Mittelsitz lässt sich aus der Rücklehne eine breite Armauflage nach vorne klappen, die auch zwei Cupholder enthält.

Auch vorne fühlt man sich auf Anhieb wohl. Alles wirkt durchaus hochwertig, selbst die Schalter, alles wirkt gut verarbeitet. Das Display ist ein Mix zwischen digitaler Anzeige und analogen Zeigern. Oben mittig lugt ein eingelassenes 8,8-Zoll-Display aus dem Cockpit. Der Bildschirm ist ebenso serienmäßig mit an Bord wie viele andere Features: Unter anderen Klimaanlage, Navi, Apple Car play, adaptiver Tempomat, Ausparkhilfe, Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, elektrische Parkbremse, Start-Stopp-System, Spurwechselassistent, Knieairbag für Fahrer, Lenkrad- und Sitzheizung vorne, Einparkhilfe vorne und hinten mit Rückkamera, Licht und Regensensor, LED-Licht mit Scheinwerferreinigungsanlage, Verkehrszeichenerkennung und ein schlüsselloses Zugangssystem.

Der Innenraum des Mazda CX-30 macht einiges her.

Optional kann man das Licht auch auf Matrix upgraden, wodurch im Dunkeln automatisch Verkehrsschilder an oder über der Straße taghell ausgeleuchtet werden. Das funktioniert in der Praxis tatsächlich sehr gut. Könnten vorausfahrende Fahrzeuge geblendet werden, hält sich das System zurück. Radio, Navi etc werden über einen großen Drehknopf in der Mittelkonsole bedient, ähnlich wie bei BMW und Mercedes. Direkt daneben – sehr praktisch – ein kleinerer Drehknopf, mit dem sich die Lautstärke regulieren lässt.

Sehr gut verarbeitet wirkt auch die optionale Lederausstattung mit Ziernähten (inklusive elektrische Sitzeinstellung und Head-up-Display 1.800 Euro). Das ebenfalls optionale Bose-Soundsystem (750 Euro) besitzt einen mächtigen Bass. Ein Glasschiebedach gibt es für 750 Euro in der Topmotorisierung. Die beiden Benziner gibt es optional auch mit Allrad, den Diesel nur als Fronttriebler.

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Fazit zum Mazda CX-30

Das Kompakt-SUV mit dem vielleicht besten Preis-Leistungsverhältnis auf dem deutschen Markt. Mehr als nur ein Geheimtipp. Lediglich der Kofferraum (430 Liter) könnte für eine vierköpfige Familie bei der Urlaubsfahrt etwas knapp werden.

Mazda CX-30 Skyactiv-G 2.0 M Hybrid: Technische Daten

Motor und Getriebe:

Vierzylinder (Hybrid-Saugmotor), Hubraum 1998 ccm, Leistung 122 PS bei 6000 U/Min, max. Drehmoment 213 Nm bei 4000 U/Min, Sechsgang-Schaltung, Frontantrieb

Fahrleistungen:

0-100 km/h in 10,6 Sek, Spitze 186 km/h

Kraftstoffverbrauch:

6,2 l/100 km EU-Norm innerstädtisch

4,5 l/100 km außerstädtisch

5,1 l/100 km kombiniert

7,1 l/100 km (Super) Testverbrauch

CO2-Emission 116 g/km

Maße und Gewichte:

Länge/Breite/Höhe 4395/1795/1540 mm, Kofferraumvolumen 430 bis 1406 Liter, Leergewicht 1395 kg

Preis:

25.990 Euro

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joi

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