Legenden der Leidenschaft

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Zeitlose Schönheiten: Der neue Silberpfeil (links) und die historische Nummer 2. Der eine ist schon eine Legende, der andere wird es noch werden.

Er ist eine lebende Legende und kommt jetzt wieder ganz neu auf den Markt: Der SL von Mercedes. Erste Eindrücke von der Premiere in Detroit:

Legende, Leidenschaften, Luxusautos: Ein Gespräch mit Mercedes-Benz-Vertriebsvorstand Dr. Joachim Schmidt.

„Wenn Sie beim Auto Gewicht sparen wollen, dann können Sie auch eine Kettensäge nehmen. Aber das sollten Sie dann doch lieber nur beim Auto des Nachbarn machen“, witzelte Daimler- Chef Dieter Zetsche und präsentierte mit dem neuen SL ein Auto, das wirklich superleicht ist und nur noch zu drei Prozent aus Stahl besteht. Leichtbauweise mit Aluminium: Das speckt den legendären Roadster um 140 Kilogramm ab, macht ihn um einiges sicherer (die Aluminium-Karosserie legt um 20 Prozent an Festigkeit zu) – und was noch wichtiger ist: Das Sportauto braucht um bis zu 30 Prozent weniger Benzin. Das ist auch an der Stätte seines größten Verkaufserfolgs, den USA, mittlerweile ein wichtiges Thema.

Der neue Mercedes-Benz SL

Der neue Mercedes SL: Leicht, athletisch, luxuriös

SL, das heiß nicht nur superleicht, sondern auch SuperLegende. Von den insgesamt mehr als 900 Millionen Fahrzeugen, die es auf der Welt gibt, haben es nämlich nur wenige unter die Top Ten der mobilen Evergreens geschafft: Der Mercedes SL ist dabei völlig unstrittig. Als Flügeltürer hat er es zu Weltgeltung gebracht und als Rennauto anno 1952 alles gewonnen, was man damals gewinnen konnte: Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, Vierfach- Triumph beim großen Jubiläumspreis am Nürburgring, zweimal ganz oben bei der 3. Carrera Panamericana in Mexiko.

Die Nummer 2 der Baureihe wurde von Mercedes jetzt übrigens zur Präsentation der mittlerweile sechsten SLGeneration in Detroit aufwendig restauriert. Zur Info: Nummer 1 ist – wie bei Prototypen üblich – längst ein Opfer der Schrottpresse geworden. Nummer 2 also, ein 300 SL mit den Originalkennzeichen „W59-4029“, leistet 170 PS, kommt auf 230 Stundenkilometer Spitze und wurde von den Amerikanern liebevoll Gullwing (Möwenflügel) getauft.

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Doch zurück zum neuen SL: Den beiden Varianten 350 und 500 verleiht ein V6-Triebwerk mit 306 PS (Drehmoment 530 Nm) Flügel, beim 500er ist es ein Achtzylinder (700 Nm). Die Fahrleistungen: 5,9 beziehungsweise 4,6 Sekunden bei Verbrauchsangaben von 6,8 Litern beim kleinen SL. Optisch ist die Sportlimousine eine gelungene Kombination aus elegantem SLS-Design, kraftvollem SLK-Look und einem eigenwilligen, aber auf den zweiten Blick recht edlem Hinterteil. Edel ist auch der Preis. Der SL 350 startet bei 93.534 Euro, der SL bei 117.096 Euro.

Weltpremieren in Detroit 2012

Weltpremieren in Detroit 2012

Technisch neu sind beim SL das feste Dach (mit Magic Sky Control wie beim SLK, das heißt die Lichtsituationen können bei geschlossenem Dach simuliert werden), ein völlig neues Scheibenwaschsystem (gezielte Wasserzufuhr in beide Wischrichtungen ohne den lästigen Schwalleffekt) und ein neues ohrenweisendes Soundsystem. Die Basslautsprecher wurden bereits in der Karosserie vorgesehen, liegen vorne im Fußraum und sind mit der ganzen Aluminiumloch-Karosserie verbunden. Das heißt: Der SL ist quasi ein einziger Klangkörper, der auch noch fahren kann. Wir sind gespannt. Dieter Zetsche jedenfalls kommentierte das so: „Unsere Kunden können sich künftig entscheiden: Hören wir lieber Musik, oder doch den Achtzylinder?“

RDF

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