"Don't drink and drive"-Kampagne bundesweit

Kassel - Um vor allem jungen Autofahrern die Gefahren von Alkohol am Steuer bewusst zu machen, ist ein Team der Kampagne “Don't drink and drive“ in diesem Jahr erstmals bundesweit in Discos oder auf Festivals unterwegs.

Wer fährt, bleibt nüchtern - das sollte eigentlich klar sein. Ist es aber nicht immer. Um vor allem jungen Autofahrern die Gefahren von Alkohol am Steuer bewusst zu machen, ist ein Team der Kampagne “Don't drink and drive“ in diesem Jahr erstmals bundesweit in Großraumdiscos oder auf Festivals unterwegs. Die “Party Patrol“ startet am Freitag in Kassel, es folgen unter anderem Aktionen mit einem computergesteuerten Promille-Fahrsimulator in Mannheim und Bochum.

Alkohol vermindere die Sehleistung, Geschwindigkeiten würden falsch eingeschätzt, und die Reaktionszeit werde länger, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), am Montag in Kassel. “Der Simulator hinterlässt einen bleibenden Eindruck“, betonte sie. Dyckmans ist Schirmherrin der Kampagne, die von der Alkohol-Branche jährlich mit einem fünfstelligen Betrag finanziert wird. Bei der Aktion werden auch die Fahrer motiviert, nüchtern zu bleiben - zum Beispiel mit vergünstigtem Eintritt oder Gutscheinen für alkoholfreie Getränke in den Discos.

Insgesamt gab es 2011 rund 40 000 Alkoholunfälle, fast 400 Menschen wurden dabei getötet. Viele geschehen nachts am Wochenende, oft sind junge Fahrer beteiligt. Die Kampagne, die es zuvor nur in einzelnen Bundesländern gegeben habe, solle eine Verhaltensänderung der jungen Leute erwirken, sagte Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure.

dpa

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