Produktionsstopp

Audi-Werk in Brüssel steht still - das ist der überraschende Grund

Audi hat erneut Produktionsprobleme im e-tron Werk in Brüssel. Die Produktion steht still. Die Gründe sind ähnlich wie schon im Januar. 

  • Audi baut das Elektro-SUV e-tron im belgischen Brüssel.
  • Die Produktion läuft seit 2019.
  • Im letzten Jahr wurden rund 25.000 Fahrzeuge gebaut.

Brüssel - Die Jagd auf Tesla wird für die deutschen Autobauer nicht einfach. Auch beim Model-X-Konkurrenten Audi e-tron läuft es nicht rund. Gestartet war Audis Elektro-SUV sehr erfolgversprechend: 20.000 Kunden hatten den e-tron vorbestellt, ohne den 408 PS starken Stromer jemals gesehen zu haben, geschweige denn ihn gefahren zu sein. 

Dann aber fingen die Probleme an: Die ersten (freiwilligen) Rückrufe des Audi e-tron gab es schon 2019 kurz nach Produktionsstart: Brandgefahr durch die Batterie. Weltweit mussten rund 7.000 Fahrzeuge zurückgerufen werden. "Es könnte zu einem Kurzschluss kommen oder im Extremfall zu einem thermischen Ereignis", teilte Audi* mit. Bekannte Brände gab es aber nicht.     

Audi e-tron: Produktionsprobleme schon im Januar

Erste Probleme mit Zulieferern gab es bei der e-tron-Produktion schon im Januar. Es fehlten Komponenten für den Einbau der Batterien. Wie das Fachmagazin ecomento mit Berufung auf die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, stellte Audi* infolgedessen im Werk-Brüssel auf Kurzarbeit um und ließ die Verträge von 145 Mitarbeitern auslaufen.

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Audi e-tron: Lieferschwierigkeiten bei Batteriezellen

Jetzt stehen die Bänder in Brüssel still, wie ein Audi-Manager gegenüber dem Manager Magazin bestätigte. Seit Donnerstag und bis einschließlich heute ist die Produktion gestoppt. Der Grund sind Lieferschwierigkeiten bei den Batteriezellen. Die Versorgungsengpässe stünden jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus*, betonte der Manager.

Audi bezieht seine Batterien (so wie Porsche und Mercedes ebenfalls) vom koreanischen Hersteller LG Chem. Für das Jahr 2020 hatten die Ingolstädter die Produktion von 80.000 e-tron eingeplant. LG Chem könne aber bisher nur 40.000 Batterien garantieren, berichtet das Handelsblatt. Nun hoffe man bei Audi auf den, ebenfalls koreanischen, Konkurrenten von LG - Samsung. Der weltweit bekannte Konzern baut derzeit seine Produktionskapazitäten für Batterien in Ungarn massiv aus. 

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Arne Roller

*tz.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © AUDI AG

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