500 Jahre Reinheitsgebot

Hopfen, Malz, Wasser, Hefe - die Zutaten fürs Bier

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Ein Maßkrug voll Bier ist besonders in Bayern beliebt.

Die Deutschen wollen ihr Bier weiterhin nach dem Reinheitsgebot gebraut haben, das 500 Jahre alt wird. Hopfen und Malz statt Reis und Propylenglycolalginat.

München - Nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 darf zum Bierbrauen nur Wasser, Gerste und Hopfen verwendet werden. Außerdem wird Hefe zum Gären gebraucht. Die Zutaten heute im Überblick:

Malzwird je nach Biersorte aus Gerste oder Weizen gewonnen. Das Getreide wird mit Wasser vermengt, damit es keimt. Danach wird das Grünmalz ähnlich dem Rösten von Kaffee in der Darre getrocknet. Es gibt über 40 Sorten wie helles und dunkles Malz, Rauch- oder Karamellmalz.

Hopfen sorgt für den mehr oder weniger bitteren Geschmack des Bieres. Zudem beeinflusst er die Schaumkrone und erhöht die Haltbarkeit. Es gibt Bitter- und Aromahopfen. Der Braumeister kann aus über 200 Sorten auswählen. Meist nimmt er mehrere Sorten für einen Sud. In der Hallertau, zwischen München und Nürnberg, liegt das größte Hopfenanbaugebiet der Welt.

Wasser ist der Hauptbestandteil jedes Biers. Seine Mineralstoffe beeinflussen den Geschmack. So wird das malzig und süße Münchner Dunkelbier mit hartem Wasser gebraut. Das feinherbe Pils hingegen braucht weiches, kalkarmes Wasser. Die Anforderungen an Brauwasser sind laut Trinkwasserverordnung höher als die an Trinkwasser.

Hefe verwandelt bei der Gärung den Malzzucker in Alkohol, Kohlensäure und Wärme. Die Hefe prägt auch das Aroma des Biers maßgeblich mit. Es gibt 200 Hefestämme. Brauer unterscheiden zwischen obergärigen Hefen für Weizen- und untergärigen für Gerstenmalz. Untergärige sinken an den Boden der Flüssigkeit, obergärige steigen auf.

500 Jahre Reinheitsgebot: Themenseite und die wichtigsten Fakten

Alle Infos zum Jubiläum finden Sie auf unserer Themenseite 500 Jahre Reinheitsgebot. Wir haben dort die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

dpa

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