Wanda Jackson: The Party Ain‘t Over

Frank Zöllner ▪ Wanda Jackson: The Party Ain‘t Over (Warner/Third Man/Nonesuch Records). Die 73-jährige Sängerin war einst mit Elvis Presley befreundet und auf Tournee.

Und wie der Titel und die Inhalte ihres neuen Albums andeuten, ist die Party noch nicht vorbei. Denn Wanda Jackson steckt immer noch voller Energie. Sie gilt als Königin des Rockabilly. 1958 nahm sie ihren Hit, den ewigen Fetenknaller „Let's Have A Party“ auf und unlängst wurde sie in „Rock-‘n‘-Roll-Hall Of Fame“ aufgenommen. Diese Vergangenheit strahlt bis in die Gegenwart. Und gegen das Vergessen wirkt die Tatsache, dass ihr neues Album von Jack White (The White Stripes, The Raconteurs) in Nashville produziert und arrangiert wurde. Jacksons Stimme ist noch immer kraftvoll, und das Album ist eine Kombination aus Nostalgie, Ehrerbietung und Frische – für letzteres steht eben White. Auch als Lead-Gitarrist hat er mit schneidenden Riffs und Soli großen Anteil an dieser Wiederentdeckung der eher derben Stimme von Jackson. Die beiden stellten eine breit gefächerte Auswahl aus den Genres Rock, Country, Gospel und sogar Big-Band-Musik zusammen. „Like A Baby“ erlaubt Jackson, eine bluesige Nummer ihres alten Kumpels Elvis wiederzubeleben. Die Coverversion von „You Know That I'm No Good“ der Skandal-Nudel Amy Winehouse wirkt ungleich eleganter als das Original, die Version des Calypso-Welthits „Rum And Coca Cola“ von den Andrew Sisters hört sich aber eher beliebig an. Und ein klassisches Jodel-Lied darf auch nicht fehlen. Insgesamt ein gelungenes Werk, in dem das Ungestüme von Jack White und eine legendäre Stimme zueinander finden.

Quelle: wa.de

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