US-Autor Dominick Dunne mit 83 Jahren gestorben

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Der US-Autor Dominick Dunne.

New York/Los Angeles - Der amerikanische Bestsellerautor, Journalist und Filmproduzent Dominick Dunne ist tot. Er war 83 Jahre alt.

Sein Sohn Griffin Dunne teilte auf der Webseite des US-Magazins “Vanity Fair“ mit, dass sein Vater am Mittwoch in New York an Blasenkrebs starb.

Dunne machte in Hollywood in den 1970er Jahren als Film- und Fernsehproduzent Karriere. Unter anderem brachte er die Filme “Die Rivalin“ mit Elizabeth Taylor und Henry Fonda und den Streifen “The Panic in Needle Park“ mit Al Pacino als Drogendealer auf die Leinwand.

Als sich seine Frau, Ellen Griffin, von ihm scheiden ließ, flüchtete er sich in den Alkohol und Drogen. Bald darauf war seine Filmkarriere zerstört. Dunne suchte das Weite und begann zu schreiben. Sein erster Bestseller, der Gesellschaftsroman “Society“ (engl. Titel: “The Two Mrs. Grenvilles“) nach einem authentischen Kriminalfall, kam 1985 auf den Markt. Es folgten weitere Erfolgsromane über Verbrechen in vornehmen Gesellschaftskreisen, darunter “Eine unbequeme Frau“ und “Zeit des Fegefeuers“.

In deutscher Klinik behandelt

Die Ermordung seiner 22-jährigen Tochter im Jahr 1982 und seine Empörung über die geringfügige Strafe für den Täter brachten Dunne dazu, wahre Verbrechen aufzuzeichnen. Als Journalist coverte er für das Gesellschaftsmagazin “Vanity Fair“ die Mordanklage gegen O.J. Simpson, den Sensationsprozess gegen Claus von Bülow, das Verfahren gegen den Kennedy-Neffen Michael Skakel und die ebenfalls wegen Mordes angeklagten Brüder Erik und Lyle Menendez, die ihre Eltern in Hollywood umgebracht hatten.

“Er machte seinen Lesern nie vor, objektiv zu sein“, sagte der “Vanity Fair“-Chefredakteur Graydon Carter. “Er schrieb nach dem, was seiner Tochter zugestoßen war, immer aus der Sicht des Opfers“. Kurz vor seinem Tod arbeitete Dunne an dem Buch “Too Much Money“, das nach Angaben von “Vanity Fair“ im Dezember auf den Markt kommen soll.

Wie der Sender CNN am Mittwoch berichtete, hatte sich Dunne noch in diesem Monat in einer Klinik in Deutschland behandeln lassen, wo auch die krebskranke Farrah Fawcett Hilfe suchte. Die Schauspielerin war Ende Juni in Los Angeles gestorben. Sie war zeitweise bei Ärzten mit alternativer Heilkunde in Bad Wiessee am Tegernsee in Behandlung.

dpa

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