„Das unbekannte Ruhrgebiet“ ist aktualisiert

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Die Kohlenwäsche der Zeche Maximilian ist zum Glaselefanten in Hamm umgestaltet worden. Die begehbare Plastik der Landesgartenschau 1984 ist im Bildband „Das unbekannte Ruhgebiet“ zu sehen.

Das Ende des Bergbaus hat auch den Ellert & Richter Verlag in Hamburg bewegt, einmal mehr auf die Industriekultur im Westen zu schauen. Der Titel „Das unbekannte Ruhrgebiet“ liegt bereits seit 2013 vor und ist nun zu einem größeren Bildband erweitert und aktualisiert worden. Autoren bleiben Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, und Rolf Kiesendahl, ehemaliger Zeitungsredakteur und Autor.

Das Ende des Bergbaus hat auch den Ellert & Richter Verlag in Hamburg bewegt, einmal mehr auf die Industriekultur im Westen zu schauen. Der Titel „Das unbekannte Ruhrgebiet“ liegt bereits seit 2013 vor und ist nun zu einem größeren Bildband erweitert und aktualisiert worden. Autoren bleiben Hans-Peter Noll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein, und Rolf Kiesendahl, ehemaliger Zeitungsredakteur und Autor.

Der neue Band setzt noch mehr auf doppelseitige Fotografien, die den Wirtschaftsraum als lebenswertes Areal zwischen Lippe und Ruhr mit farbstarken Ansichten von Landschaften und Industriearchitekturen aufwerten. Und der Bildband zeigt, dass es im Ruhrgebiet weitere sehenswerte Entwicklungen gibt, wie das Anneliese Brost Musikforum in Bochum, wo 2016 eine entweihte Stadtkirche zum Entrée für zwei neue Musiksäle umgestaltet wurde. Die Bronzeskulptur von Markus Lüpertz steht seit 2016 in Duisburg-Ruhrort. Der Glaselefant im Maxi-Park Hamm ist dagegen seit 1984 einer der jungen Klassiker, die schon lange nicht mehr „unbekannt“ sind. Leider ist von der Maschinenhalle (1903) der Zeche Zollern II/IV in Dortmund noch ein altes Bild verwandt worden. Dabei ist doch das Jugendstilportal seit dem Sommer 2016 restauriert und ein Schmuckstück für Denkmalpfleger europaweit geworden.

Insgesamt informieren Noll/Kiesendahl substanziell und mit viel Verständnis für die Region. Neben historischen Einschüben („Wo alles begann“) sind Spaziergänge auf Industriebrachen detailreich und nahe dran.

Hans-Peter Noll, Rolf Kiesendahl: Das unbekannte Ruhrgebiet. Ellert & Richter, Hamburg. 156 S., 83 Farbfotos. 24,95 Euro

Quelle: wa.de

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