Was Theater und Oper in Dortmund planen

DORTMUND–Seiner neuen Wirkungsstätte widmet sich Kay Voges unmittelbar. Der neue Schauspieldirektor plant für seine erste Spielzeit eine „Tiefenbohrung“ mit dem Titel „Heimat unter der Erde“.

Versprochen wird eine dokumentarisch-literarische Spurensuche zum Bergbau. Regisseur Stefan Nolte hat bereits Erfahrungen mit Laienprojekten gesammelt (Premiere: 22.1.2011). Für eine „urbane Krisenintervention“ unter dem Titel „Stadt ohne Geld“ arbeitet das Theater mit dem Institut für urbane Krisenintervention und Widerstandsforschung“ zusammen. Mehrere Monate lang wird im Foyer ein Labor eingerichtet, in dem Theoretiker, Schauspieler und Besucher nach Lösungen aus der Finanzkrise der Stadt suchen (Eröffnung 6.10.).

Als erste Premiere inszeniert Voges selbst Büchners „Woyzeck“ (1.10.). Daneben plant er ein Repertoire, das durchaus erfrischende Abwechslung verspricht: Als Uraufführung die Dramatisierung von Takashi Miikes Film „Visitor Q“ sowie Kristof Magnussons Komödie „Sushi für alle“, aber auch Handkes „Publikumsbeschimpfung“ und eine Komödienfassung von Hitchcocks Thriller „Die 39 Stufen“.

Opernintendantin Christine Mielitz verabschiedet sich mit der Spielzeit 2010/11. Sie inszeniert Puccinis Opern-Triptychon „Der Mantel“, „Schwester Angelica“ und „Gianni Schicci“ (3.10.). Als neues Stück steht Christian Josts „Hamlet“ an (17.4. 2011), ein Auftragswerk der Komischen Oper Berlin, uraufgeführt 2009. Daneben gibt es Franz Wittenbrinks Revue „Sekretärinnen“, eine Programmfarbe, die sonst meistens im Schauspiel angesiedelt ist (5.9.). Der Komponist Christian Jost ist auch Composer in Residence bei den Dortmunder Philharmonikern, die zwei Konzerte mit ihm planen. Ballettchef Xin Peng Wang studiert eine Uraufführung nach Musik von Arvo Pärt ein: „H.A.M.L.E.T. – Die Geburt des Zorns“ (31.10.). Zu Ballettgalas sind Solisten vom American Ballet Theater, dem Royal Ballet London und der Opéra National de Paris eingeladen. ▪ sti

Quelle: wa.de

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