Sunrise Avenue in Oberhausen

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Samu Haber von Sunrise Avenue.

Von Bernd Schuknecht -  OBERHAUSEN Für Sunrise Avenue und ihre „Unholy Ground-Tour“ sollte Oberhausen alles andere als ein „unheiliger Ort“ werden. Vielmehr schrieb das finnische Quintett seine in den „Hollywood Hills“ begonnene Erfolgsgeschichte in der mit 11000 Fans restlos ausverkauften König-Pilsener Arena auf umjubelte Weise fort.

Rund 100 Minuten überraschte Sunrise Avenue mit druckvoll rockigen Gitarrensounds, aber auch mit Balladen, die das überwiegend weibliche Publikum immer wieder zu ekstatischen Begeisterungsstürmen hinrissen.

Effektvoll der Anfang: Johnny Cash‘s Klassiker „Ring of Fire“ als Pausenmusik bricht plötzlich ab, das Licht in der Halle erlischt, und tausende Handydisplays illuminieren jetzt die Arena. Der Konzertstart wurde so vom Publikum digital festgehalten.

Mit dem Titelsong „Unholy Ground“ wird heftig losgerockt, die Stimmung im Publikum explodiert förmlich. Frontmann Samu Haber, auch als Coach der Casting Show „The Voice of Germany“ bekannt, gibt sich als eine Art nordische Ausgabe von Jon Bon Jovi, einfach sympathisch. Wenn er hart rockend „I Can Break Your Heart“ singt, ist das keine Floskel, denn der so gar nicht spröde Finne weiß um seine Wirkung beim weiblichen Geschlecht, insbesondere wenn er in seine markante Stimme wie in „Little Bit Love“ mal wieder viel zärtliche Einfühlsamkeit legt. Der 37-Jährige will 22 000 Hände bei seiner Liebesmission für Oberhausen sehen, und die bekommt er auch. Die Band besticht neben ihren musikalischen Qualitäten immer wieder mit ungewöhnlichen Ideen. Dabei erschöpft sich der Rockpop von sunrise Avenue nicht im mitsing-kompatiblen Melodiösen. Die Menge jubelt Frontmann Samu Haber zu, den ein Spotlicht verfolgt und somit sein Charisma sinnfällig beleuchtet. Es ist seine authentische Offenheit mit der Haber seinen Fans nicht nur begegnet, sondern ihnen wie in „Welcome to My Life“ das Gefühl gibt, Teil seines musikalisch intensiven Lebens zu sein.

Danach verlässt die Band fast unbemerkt die Bühne. Aber die Fans wissen, hier werden noch Zugaben folgen. Bei „Hurtsville“ begibt sich Samu nochmals auf den Laufsteg nahe seines Publikums und zum Stück „Hollywood Hills“ überrascht ein Piano-Intro. Viele der jubelnden Fans hatten Sunrise Avenue schon zuvor gesehen. Viele können wiederkommen, vielleicht am 22. August, wenn die Finnen im Dortmunder Westfalenpark ein Open-Air-Konzert geben werden.

Quelle: wa.de

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