ProSieben zeigt Steven Spielbergs Serie „Falling Skies“

Tom Mason (Noah Wyle) in „Falling Skies“. ▪

Von Tim Griese ▪ Wenn einem Film oder einer Fernsehserie das Prädikat „Produziert von Steven Spielberg“ anhaftet, kann man in der Regel sicher sein, Hochwertiges und Unterhaltsames aufgetischt zu bekommen. Bei der Science-Fiction-Serie „Falling Skies“, die heute auf ProSieben startet, sieht es da etwas anders aus. Da helfen auch Raumschiffe, Außerirdische und der Kampf um die Rettung der Welt nicht.

Noah Wyle, im deutschen Fernsehen als junger Arzt Dr. John Carter in der Krankenhausserie „Emergency Room“ bekannt geworden, spielt Tom Mason. Der gehört zusammen mit seinen beiden Söhnen zu einer Gruppe Überlebender nach einer Außerirdischen-Invasion. Die fiesen Gestalten aus dem All haben auf der Erde alles kurz und klein geschlagen und, als wäre das noch nicht genug, auch noch Kinder durch Implantate zu willenlosen Sklaven gemacht. Gemeinsam versucht die Gruppe, auf ihrem Weg durch die USA zu überleben, und probt gleichzeitig den Widerstand. Parallel will Mason seinen dritten Sohn aus den Fängen der intergalaktischen Brut befreien. Die Welt von „Falling Skies“ will niemand haben. Sie ist dunkel, dreckig und gefährlich.

Wie es zum Ufo-Angriff kam, bleibt zunächst offen, genauso wie die Frage, warum die Außerirdischen die Menschenkinder kidnappten und auch, wie Tom seine Frau verlor. Unvermittelt wird der Zuschauer ins Geschehen geworfen und muss sich erst einmal selbst zurecht finden – dies immerhin eine schöne Abwechslung zur üblichen Serien-Ware. Und sicher ein guter Kniff, um die Zuschauer bei der Stange zu halten.

Der ist aber auch nötig, denn ansonsten hat „Falling Skies“ nicht viel Neues zu bieten. Den Kampf gegen Außerirdische hat es in dieser Form schon unzählige Male gegeben – und auch besser verfilmt. Obwohl Spielberg bei den Produktionskosten nicht knausrig war, wirkt die Produktion an vielen Stellen recht billig. Auf aufwändige Kulissen wird verzichtet. Und auch die Außerirdischen sind nicht gerade ein Meilenstein in Sachen Monsterdesign.

„Falling Skies“ hält sich knapp über TV-Mittelmaß. Eine große Erfolgsgeschichte wird der Serie daher wohl nicht beschieden sein, auch wenn in den USA frühzeitig mit der Produktion einer zweiten Staffel begonnen wurde.

ProSieben, 20.15 Uhr

Quelle: wa.de

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