Neues Album von Franz Ferdinand: Mitreißend

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Alex Kapranos, Sänger der britischen Band Franz Ferdinand

Schneidende Gitarren, schmissige Beats, gefangen nehmende Refrains. Viereinhalb Jahre Pause machte das schottische Quartett um Sänger Alex Kapranos, um nun ein mitreißendes Album vorzulegen.

- Von Frank Zöllner

Nach dem eher verkopften und Syntheziser-getränkten „Tonight” war die Frage: Wohin geht die Reise im selbst und an der Seite von Maximo Park und den Arctic Monkeys durch die ersten beiden Alben ausgelösten und schließlich abflauenden Britpop-Boom 2.0.? Die 35-minütige Antwort setzt genau an dem eigenen Beginn an. Das ist sympathisch und mutmaßlich genau das, was die Band am Besten kann. Die ehemaligen Kunststudenten aus dem Norden des britischen Königsreiches spielten ihr neues Werk nach Auskunft ihrer Plattenfirma recht spontan ein. Nie mehr als zwei Wochen lang treffen, nie mehr als fünf Aufnahmen für einen Song. Das hört man den ungestüm wirkenden Liedern auch an. Man glaubt den smarten Maßanzug-Trägern auch, dass sie der übewältigende Erfolg überfordert hat, und sie dadurch den Maßstab als Independent-Band im Reich der großen weiten Popwelt verloren haben. Dass das Album von Alex Kapranos als „The last Bastard of British Pop” bezeichnet wird, sichert weitere Sympathie-Punkte. Die Songs wie „Love Illumination” sind treibende Gitarren-Rocksongs, dass die elektonischen Tasteninstrumente nicht abgestellt sind, davon zeugt das genauso überzeugende „Treason! Animals”.

Quelle: wa.de

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